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Länderspiel-Klassiker: Mamma mia, Italia!

22 Apr | BY Michael Siedenhans | MIN READ TIME |
Länderspiel-Klassiker: Mamma mia, Italia!

„Ausgerechnet Schnellinger!“ Deutschland gegen Italien – das waren oft Dramen bis zur allerletzten Sekunde. Ein Blick zurück auf Spiele, die in Erinnerung geblieben sind.

EM 2016: Viertelfinale am 2. Juli 2016 in Bordeaux

Deutschland – Italien 6:5 n. Elfmeterschießen (1:1 n.V.)

Das Spiel ist schnell erzählt: Mesut Özil schießt das 1:0 für Deutschland in der 65. Minute, 13 Minuten später gleicht Bonucci durch Handelfmeter aus. Nach 120 Minuten steht es 1:1, es geht ins Elfmeterschießen – es wird das längste einer deutschen Nationalmannschaft: Thomas Müller, Mesut Özil und Bastian Schweinsteiger verschießen. Es droht wieder mal das Aus gegen Italien. Doch Pelle, Bonucci, Damian und Zaza tun es auch! Vor allem Simone Zaza wird in Erinnerung bleiben. Der Spieler von Juventus Turin nimmt 17 Trippelschritte Anlauf und jagt dann den Ball über den Kasten. Es ist der erste Sieg einer deutschen Mannschaft gegen eine italienische bei einer EM oder WM!

EM 2012: Halbfinale am 28. Juni 2012 in Warschau

Deutschland – Italien 1:2 (0:2)

Im Endspiel warteten bereits die Spanier, gegen die Deutschland im EM-Finale 2008 verloren hatte. Doch die Revanche fiel aus, weil eine andere missglückte: Italien war wieder einmal eine zu hohe Hürde: Das italienische Team dominierte von Beginn an das Spiel, Andrea Pirlo dirigierte klug und gefährlich über den linken Flügel, zwei Mal setzte er Mario Balotelli genial in Szene. Das Resultat: Italien führte zur Halbzeit bereits mit 2:0. Das Spiel war entschieden. Unvergessen: Der Italiener Balotelli jubelte nach seinen Toren mit blankem Oberkörper.

WM 2006: Halbfinale am 4. Juli 2006 in Dortmund

Deutschland – Italien 0:2 n.V. (0:0)

Nach dem Abpfiff weinte Kapitän Michael Ballack, Fußball-Deutschland war schockiert: In der letzten Minute der Verlängerung trifft Fabio Grosso nach einem genialen Zuspiel von Andrea Pirlo zum 1:0 für Italien, eine Minute später erhöht Alessandro Del Piero sogar auf 2:0 – sie sind die Helden Italiens in einer superspannenden Partie, in der Italien in der Verlängerung die zweite Luft bekam und die deutschen Spieler dann zu müde waren, um das Ausscheiden zu verhindern.

EM 1996: Gruppenspiel am 19. Juni 1996 in Manchester

Deutschland – Italien 0:0

Es war das Schlüsselspiel für den Titelgewinn. Deutschland spielte grausam, aber Torwart Andreas Köpke weltklasse! Er hielt nicht nur einen Elfmeter von Gianfranco Zola, sondern rettete mit seinen Paraden das 0:0-Unentschieden. Deutschland wurde Gruppenerster, Italien durfte nach Hause fahren!

WM 1982: Finale am 11. Juli 1982 in Madrid

Deutschland – Italien 1:3 (0:0)

Nach dem dramatischen Halbfinale gegen Frankreich (5:4 n.E. für Deutschland) war die deutsche Mannschaft einfach zu müde, um Weltmeister zu werden. Paolo Rossi, Marco Tardelli und Allessandro Altobelli brachten Italien mit 3:0 in Führung, bevor Paul Breitner noch der 1:3-Anschlusstreffer in der 83. Minute gelang. Es war zu spät, um das Spiel zu drehen.

WM 1970: Halbfinale am 17. Juni 1970 in Mexiko-City

Deutschland – Italien 3:4 n.V. (1:1)

Es war das Spiel des Jahrhunderts und ausgerechnet dem Italien-Legionär Karl-Heinz Schnellinger gelang in der letzten Minute der offiziellen Spielzeit das 1:1-Unentschieden. Es ging in die Verlängerung. Franz Beckenbauer spielte mit ausgerenkter Schulter weiter. Und es ging Schlag auf Schlag: Gerd Müller traf in der 94. Minute zum 2:1 für Deutschland, Burgnich und Riva erhöhten für Italien auf 3:2, wieder war es Müller, der in der 110. Minute zum 3:3 traf. Eine Minute später markierte Gianni Rivera das entscheidende 4:3 für Italien. Deutschland war ausgeschieden. Aber die deutschen Spieler verließen als Helden das Aztekenstadion in Mexiko-City.

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Michael Siedenhans

Michael Siedenhans

Gefürchteter linker Außenflitzer auf den Hartplätzen der Kreisklassen, bevor er seine Karriere als Journalist gestartet hat und seitdem über Fußballweltmeisterschaften und Olympische Spiele berichtet.

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Gefürchteter linker Außenflitzer auf den Hartplätzen der Kreisklassen, bevor er seine Karriere als Journalist gestartet hat und seitdem über Fußballweltmeisterschaften und Olympische Spiele berichtet.