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Frauen-WM-Achtelfinale: Deutschland vs. Nigeria

21 Jun | BY Ernesto Germany | MIN READ TIME |
Frauen-WM-Achtelfinale: Deutschland vs. Nigeria

Lange musste die deutsche Nationalmannschaft um Trainerin Martina Voss-Tecklenburg auf ihren Achtelfinalgegner warten. Seit Donnerstagabend ist klar: Die DFB-Auswahl trifft auf Nigeria.

Mit dem 4:0-Sieg gegen Südafrika setzte die deutsche Frauen-Fußballnationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Frankreich am Montag nicht nur ein Ausrufezeichen in Richtung Konkurrenz. Auch war mit dem dritten Zu-Null-Sieg im dritten Gruppenspiel klar, dass die DFB-Elf als Gruppensieger ins Achtelfinale einziehen würde. Nur der Gegner war lange nicht klar.

Zwar hatten sich Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg und ihre Spielerinnen stets ruhig und zuversichtlich gegeben, doch war es alles andere als optimal, dass sich das Team drei Tage lang nicht auf einen bestimmten Kontrahenten vorbereiten konnte. Erst am Donnerstagabend, nachdem die letzten Vorrunden-Partien abgepfiffen worden waren, war der Achtelfinalgegner der Siegerinnen der Gruppe B klar: Nigeria.

Endstation Nigeria?

Die Westafrikanerinnen hatten selbst seit Montagabend um ihr Weiterkommen gebangt. Zuvor hatten sie in einem umkämpften Spiel gegen Gastgeber Frankreich die zweite Niederlage im dritten Vorrundenspiel erlitten. Am Ende reichte ein Erfolg, ein 2:0 gegen Südkorea, für das knappe Weiterkommen. Könnte das lediglich drittbeste Team der Gruppe A nun zur Endstation für die ambitionierten Deutschen werden?

Kurz gesagt: Unwahrscheinlich. Denn nicht nur mit Blick auf die Weltrangliste liegt die Favoritenrolle beim Aufeinandertreffen der Plätze 2 und 38 klar bei der Mannschaft von „MVT“. Auch das Auftreten im bisherigen Turnierverlauf lässt eigentlich kein anderes Urteil zu.

Ein statistischer Klassenunterschied

In der Vorrunde schossen die deutschen Damen zum einen dreimal so viele Tore wie die Nigerianerinnen (Deutschland: 6; Nigeria: 2). Dazu haben Gwinn, Huth und Co. als einzige Mannschaft neben Titelverteidiger USA noch kein Gegentor zugelassen und weisen gemeinsam mit Frankreich die zweitbeste Tordifferenz auf.

Auch individuell scheint die Elf aus der Bundesrepublik deutlich überlegen. Konnte für Nigeria bislang einzig Angreiferin Asisat Oshoala einmal treffen (der zweite nigerianische Treffer gegen Südkorea kam per Eigentor), war allein Sara Däbritz für Deutschland zweimal erfolgreich.

Zu guter Letzt nahm sich Niagerias Stamm-Linksverteidigerin Ngozi Ebere, einst bei Paris Saint-Germain unter Vertrag, im letzten Vorrunden-Match gegen Frankreich mit zwei gelben Karten selbst aus dem Spiel. Die Defensivspielerin ist damit für die Partie gegen die DFB-Elf gesperrt – ein herber Verlust für die Mannschaft aus Westafrika.

Doch tun Martina Voss-Tecklenburg und ihr Team gut daran, die Gegnerinnen nicht zu unterschätzen. Nicht nur boten die Nigerianerinnen gegen Gastgeber einen aufopferungsvollen, wenn auch unglücklichen Kampf, die deutsche Nationaltrainerin goutierte zudem die Präsenz und Körperlichkeit, die der Achtelfinalgegner an den Tag legt.

Am Samstagnachmittag (17:30 Uhr) gilt es für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft nun, die in der Vorrunde gezeigte Leistungssteigerung auch im Achtelfinale zu bestätigen. Die Chancen auf ein Weiterkommen stehen gut. Spätestens im Viertelfinale wartet aber mit Kanada oder Schweden ein richtig harter Brocken auf die DFB-Damen. Das Nigeria-Spiel wird folglich mindestens eine willkommene Generalprobe.

 

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