Die Zeichen vor dem Großen Preis von Monaco sind silbern: Es scheint wieder ein Rennen zwischen beiden Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas zu werden.

Hamilton führt die Fahrerwertung mit drei Saisonsiegen bislang an – vor seinem Kollegen Bottas. Dieser jedoch stand in den vergangenen drei Rennen jeweils auf der Pole-Position. In Monaco ist diese bekanntermaßen besonders wichtig für einen möglichen Sieg. Es gilt: Wer nach der ersten Kurve führt, kann nur noch durch ein Fahrzeugproblem aufgehalten werden.

Beim Großen Preis von Spanien bremsten Bottas ein Problem mit der Kupplung sowie der Grip direkt beim Start aus – er konnte Hamilton nicht wieder einholen. Läuft der Start in Monaco besser für Bottas, wird es in diesem Rennen andersherum sein.

Allerdings spricht die jüngste Statistik nicht unbedingt für einen Selbstläufer der Silberpfeile. Das letzte Mal konnte Mercedes in Monte-Carlo vor drei Jahren gewinnen. In den letzten beiden Jahren waren einmal Sebastian Vettel für Ferrari und Ricciardo für Red Bull erfolgreich im berühmten Stadtparcours.

Ein Gradmesser für das mögliche Abschneiden der Teams ist die Zeit, die sie im letzten Sektor von Barcelona zurücklegen. Dort war Mercedes zuletzt am schnellsten.

 

Die Langeweile der Formel 1 WM 2019 ist erschreckend groß

Die Dominanz der Silberpfeile ist beeindruckend und schädlich für den Wettbewerb zugleich. Bereits nach nur fünf Rennen scheint die Hoffnung, Mercedes und seinen beiden Fahrern noch wirklich die Stirn bieten zu können, schon nahezu im Keim erstickt.

Selbst Barcelona, ein Rennen in dem Mercedes mit Problemen in den Testfahrten zu kämpfen hatte, gewannen sie letztendlich ohne jegliche Schwierigkeiten.

 

Kann sich Ferrari noch steigern?

Nach den Wintertests wurde viel geredet  – Ferrari habe das schnellste Auto, Ferrari greift nun wieder richtig an. Doch dann kam der Saisonstart. Mercedes rauschte davon. Fünf Doppelsiege in Folge sprechen eine deutliche Sprache.

Der Speed des Ferrari SF90 zeigte sich nur kurzweilig – beim Grand Prix von Bahrain, in Aserbaidschan und in den Tests vor Barcelona. Spannungsfanatiker grübelten gar, ob Ferrari nicht vielleicht die Schnelligkeit noch als eine Art Geheimwaffe in der Hinterhand behalten hat und jederzeit zünden könnte. Eine interessante Theorie, jedoch hochgradig unwahrscheinlich. Stattdessen verliert Ferrari auffallend Tempo – gerade in Kurven.

Nichtsdestotrotz ist festzuhalten, dass Ferrari die Möglichkeiten hatte, in den oben genannten Rennen besser zu performen als es am Renntag letztlich gelungen ist. Ob das aber ausgerechnet in den Kurven Monte Carlos anders wird, darf bezweifelt werden.

Seit Michael Schuhmacher im Jahr 2001 hat Ferrari nur ein einziges Mal den Sieg in Monaco erneut holen können: 2017 mit Sebastian Vettel.

 

Red Bull in Lauerstellung

Fünfmal in den Top vier in den bislang fünf Rennen – Max Verstappen im Red Bull fährt eine gute Saison und liegt in der Fahrerwertung sogar auf Platz 3. Zwei Punkte führt er vor Sebastian Vettel und neun vor Charles Leclerc.

In Barcelona fuhr der Red Bull im kurvigen dritten Sektor schneller als Ferrari – möglich, dass sie in Monaco die Scuderia hinter sich lassen können.

Unwahrscheinlich, dass sich Mercedes in Monaco stoppen lassen wird – und wenn, dann eher von Red Bull als von Ferrari.

 

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