Als Laura Ludwig gemeinsam mit Kira Walkenhorst 2017 nach dem Olympiasieg im Vorjahr auch noch die Weltmeisterschaft in Hamburg gewinnen konnte, war sie unangefochten an der Weltspitze. Seither sind zwei Jahre ins Land gezogen. Zwei Jahre, in denen Ludwig zum ersten Mal Mutter wurde und sich zurück auf Wettkampf-Niveau arbeitete. Zwei Jahre, in denen Partnerin Walkenhorst allerdings auch auf ihren Körper hören und das frühzeitige Karriereende verkünden musste.

So endete der Traum von der gemeinsamen Titelverteidigung beim Heimspiel 2019 – zumindest für die Bundeswehr-Athletin. Laura Ludwig entschied sich, mit neuer Partnerin wieder auf Titeljagd zu gehen. Volleyball-Nationalspielerin Maggie Kozuch soll nun den wiederholten Erfolg für Ludwig ermöglichen. Doch das Duo ist bei der anstehenden Weltmeisterschaft nicht favorisiert, nimmt sogar nur dank Wildcard teil. Die Konkurrenz und das Teilnehmerfeld sind dem Turnier, das am 28. Juni in Hamburg beginnt, bei Damen wie Herren riesengroß

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Deutschland mit zehn Teams

Allein aus dem Gastgeberland treten bei der WM zehn Teams an, davon sechs bei den Damen und vier bei den Herren. In beiden Wettbewerben besteht das Teilnehmerfeld gar aus je 48 Mannschaften, wobei jeder Kontinent durch mindestens ein Duo vertreten ist.

23 der Teilnehmer eines Wettbewerbs haben sich über Weltranglistenpunkte qualifizieren können, 20 weitere über die Kontinentalverbände. Die letzten fünf stellen sich dann aus Gastgebern (2) und Wildcard-Plätzen (3) zusammen.

Neben Laura Ludwig und Maggie Kozuch, die per Wildcard am Turnier teilnehmen dürfen, sind bei den Damen aus Deutschland die Teams Ittlinger/Laboureur, Borger/Sude, Behrens/Tillmann, Bieneck/Schneider und Körtzinger/Schneider dabei. In der Weltmeisterschaft der Herren treten Thole, J./Wickler über die Weltrangliste sowie Walkenhorst/Winter, Bergmann/Harms, Y. und Ehlers/Flüggen jeweils über Wild Card oder als Gastgeber an. Mit Alexander Walkenhorst ist also wenigstens der Bruder von Olympiasiegerin Kira mit von der Partie.

 

Über Gruppe und „Lucky Loser“ in die K.O.-Runden

Wie bei Turnieren dieser Größenordnung üblich wird auch in Hamburg zunächst über Vorrundengruppen ermittelt, wer an den K.O.-Spielen der Hauptrunde teilnehmen darf. Dafür gibt es in beiden Wettbewerben zwölf Gruppen, deren beste zwei Teams sich automatisch qualifizieren. Dazu kommen die vier besten Drittplatzierten der Vorrunde. Die restlichen acht Mannschaften, die nur den dritten Rang erreicht haben, spielen daraufhin in vier „Lucky Loser“-Partien die letzten Plätze aus.

 

Größte WM aller Zeiten

Die nunmehr zwölfte vom Weltverband FIVB ausgetragene Weltmeisterschaft wird womöglich die bisher größte. Der Austragungsort, das Hamburger Stadion am Rothenbaum, fasst nämlich 13.200 Personen – so viele wie noch bei keiner Beach-Volleyball-WM zuvor.

Auch das Preisgeld, über die Wettbewerbe verteilt eine Million Euro, kann sich durchaus sehen lassen. Doch das ist für die Teilnehmenden nicht der einzige Anreiz. Zusätzlich winkt der Siegernation bei Titelgewinn auch ein fester Platz bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

 

Titel auf heimischem Terrain?

Für die deutschen Duos ist ein Titelgewinn in Hamburg und die damit verbundene Olympia-Qualifikation sicher nicht unerreichbar. Allerdings sollte man sich nicht von den höheren Wahrscheinlichkeiten bei zehn teilnehmenden Gastgeber-Mannschaften täuschen lassen. Denn lediglich vier der Teams konnten sich über die Weltranglisten punkte direkt platzieren, allen voran Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur.

Zudem ist gerade die internationale Konkurrenz, unter anderem aus Brasilien und den USA, nicht zu unterschätzen. So ist auch Weltmeisterin und Olympiasiegerin Laura Ludwig bei ihrer Heim-WM nur Außenseiterin – und wird doch alles daran legen, ihren Titel zu verteidigen.

 

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