Bayer gegen Bayern: Schafft München erneut das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal? Oder kann Leverkusen endlich sein „Vizekusen“-Image abstreifen?
Die Dominanz des FC Bayern München seit der Aufnahme des Geisterspielbetriebs im Mai ist beeindruckend: 10 Siege fuhr das Team von Coach Hansi Flick in ebenso vielen Matches ein, 29:7 lautet die Torbilanz. Schon im November 2019, als Flick von Nico Kovac den Chefposten übernahm, legte er mit vier Siegen bei einer Tordifferenz von 16:0 den besten Start eines Bayern-Trainers seit dem Bundesliga-Aufstieg 1965 hin. Insgesamt haben die Bayern unter Flick erst zwei Niederlagen kassiert – eine davon gegen? Genau: Bayer Leverkusen!
Bayern presst, Bayer kontert
Das Rückspiel am Rhein konnte München allerdings mit 4:2 für sich entscheiden. Das Geheimnis von Flick: Er lässt seine Mannschaft einen wesentlich aggressiveren Fußball als seine Vorgänger spielen. Das bedeutet druckvolles Pressing bei gegnerischem Ballbesitz, frühes Attackieren schon beim Spielaufbau. Unter Flick haben die Bayern in der Bundesliga die meisten Ballgewinne im letzten Drittel des Felds erzielt. Fünf Prozent dieser Ballgewinne führten zu einem Tor. Das aggressive Pressing birgt aber auch Risiken: Die Bayern sind, weil sie so hoch stehen, anfällig für Konter. Und das weiß eine Mannschaft wie Leverkusen zu nutzen {ODDS:571346705:8.00}. Das junge Team von Peter Bosz ist das lauffreudigste der Liga: 4.055 km spulten die Werksangestellten in der vergangenen Saison ab, was auch im DFB-Pokal zu vielen Treffern führte.
🔝 1️⃣3️⃣ Tore erzielte @bayer04fussball auf dem Weg nach Berlin ❗ Nur Werder Bremen und die Eintracht trafen ebenfalls so häufig im laufenden Wettbewerb. Final-Gegner @FCBayern steht bei 1⃣2⃣ Treffern! ⚽#DFBPokal #BERLIN2020 #B04FCB pic.twitter.com/VxaxxSy4th
— DFB-Pokal (@DFB_Pokal) June 30, 2020
Elf Jahre hat Bayer auf den Einzug ins DFB-Pokalfinale gewartet. Der letzte Titel, der einzige in der Vereinshistorie, stammt aus dem Jahr 1993 – da waren viele Bayer-Stars wie Kai Havertz noch nicht einmal geboren. „Es ist schade, dass der Rahmen diesmal ein anderer ist. Aber die Anspannung und die Fokussierung sind voll da. Es ist immer noch das Endspiel um den DFB-Pokal“, sagt Leverkusens Club-Chef Fernando Carro gegenüber der DPA mit Bezug auf die Geisteratmosphäre im Berliner Olympiastadion am Samstag. „Die Bayern sind so gut drauf, dass wir nicht auf einen schwachen Tag von ihnen hoffen dürfen. Wir benötigen eine überragende Leistung und müssen über 100 Prozent anbieten. Aber das traue ich uns auch zu. Ich habe von Anfang an dafür gekämpft, dass wir daran glauben, dass hier etwas möglich ist.“
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