Deutschlands bekanntester Schiedsrichter Dr. Felix Brych ist Jurist, sein Kollege Tobias Stieler auch. Ebenso vertreten die Sportskameraden Patrick Ittrich, Tobias Welz und Guido Winkmann hauptberuflich das Recht. Sie sind Polizeibeamte. Das ist auch Deutschlands einzige Bundesligaschiedsrichterin Bibiana Steinhaus. Gibt es eventuell einen besonderen Zusammenhang zwischen Juristen, Polizisten und der Tätigkeit als Schiedsrichter? Auf den ersten Blick nicht. Aber womöglich teilen diese Berufsgruppen die gleiche Denke: Sie wollen einschreiten und für Gerechtigkeit sorgen – auch in den 90 Minuten eines Bundesligaspiels.  

Kaufleute, Ärzte und Lehrer 

Alle 46 Bundesligaschiedsrichter üben noch einen geregelten Beruf aus. Aufgrund des hohen Zeitaufwandes sind viele selbstständige Ärzte, Anwälte oder Kaufleute, weil dies eine eigene Einteilung der Arbeitszeit ermöglicht. Aktuell stellen die Kaufleute die größte Berufsgruppe unter den Bundesligaschiedsrichtern. Dazu gehören Immobilienkaufleute (Martin Petersen und Felix Zwayer), Bankkaufleute (Marco Fritz, Florian Heft, Sven Jablonski, Daniel Schlager), Betriebs- und Volkswirte (Arne Aarnink, Deniz Aytekin, Benjamin Brand, Timo Gerach, Robert Hartmann) sowie Controller und Wirtschaftswissenschaftler. Auch Ärzte greifen gern zur Pfeife: Dr. Robert Kampka ist Truppenarzt bei der Bundeswehr, Dr. Matthias Jöllenbeck Assistenzarzt an der Uniklinik Freiburg für Orthopädie und Benedikt Kempkes betreibt als Zahnarzt eine eigene Praxis. Drei Lehrer wechseln gern vom Schulpult auf den grünen Rasen in den Bundesligastadien: Christian Dietz, Daniel Siebert und Frank Willenborg unterrichten hauptberuflich an deutschen Schulen.  

Die Pianisten 

Lasse Koslowski ist sogar Klavierlehrer und Pianist. Seine Profession ist keineswegs exotisch unter Deutschlands Schiedsrichtern: Herbert Fandel, der Vorsitzender der DFB Schiedsrichter-Kommission ist und damit Deutschlands höchster Schiedsrichter, studierte Klavier in Köln, Wien und Salzburg. 1988 gewann er den Mendelssohn-Wettbewerb, ein Jahr später wurde er in die DFB-Schiedsrichterliste aufgenommen. Es war der Start einer sportlichen Karriere, in der Fandel nicht nur in 247 Bundesligaspielen eingesetzt wurde, sondern auch in Spielen der Champions League und der Europameisterschaft 2008. Mit anderen Worten: Auch ein Musiker kann ein guter Schiedsrichter sein.   

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