Zum zweiten Mal in Folge steht Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool im Finale der Königsklasse. Gegen Tottenham sind die „Reds“ dieses Jahr der Titel-Favorit.
Jürgen Klopp und das Champions-League-Finale – das ist bisher alles andere als eine Erfolgsgeschichte. Dass der 51-Jährige mit zwei verschiedenen Vereinen insgesamt dreimal das Endspiel des prestigeträchtigsten Pokals des Kontinents erreicht hat, ist nicht nur aller Ehren wert, es zeugt von den herausragenden Fähigkeiten des Stuttgarters. Und doch ist ihm der ganz große Wurf bislang nicht gelungen.
Aller guten Dinge sind drei
Die Gründe für die bisherigen Finalniederlagen sind vielfältig. Vereinfacht finden sie sich am Ende wohl in der Kaltschnäuzigkeit des Arjen Robben 2013 sowie in der tragischen Leistung des deutschen Liverpool-Torhüters Loris Karius im letztjährigen Spiel um die Champions-League-Trophäe.
Doch mit dem Ziel klar vor Augen und einem neuen Mann zwischen den Pfosten meldeten sich die „Reds“ in dieser Saison unter Klopps Führung zurück – reifer, abgezockter, ehrgeiziger. So ehrgeizig gar, dass nicht einmal eine 0:3-Niederlage im Hinspiel des CL-Halbfinals die Engländer stoppen konnte. Der geschichtsträchtige 4:0-Sieg vor heimischem Publikum bedeutete am 7. Mai nicht nur den erneuten Finaleinzug des Premier-League-Klubs – er machte auch den deutschen Coach in Liverpool eigentlich schon jetzt unsterblich.
Von der Euphorie des Geleisteten getragen scheint nun sogar der Titelgewinn ein Kinderspiel zu sein. Immerhin landete Liga-Konkurrent und Finalgegner Tottenham im englischen Wettbewerb „nur“ auf dem vierten Platz – ganze 26 Zähler hinter Vizemeister Liverpool. Auch im direkten Vergleich zogen die „Spurs“ aus der Hauptstadt in beiden diesjährigen Begegnungen mit 1:2 den Kürzeren. Und so könnte Jürgen Klopp der Riesen-Coup im dritten Anlauf doch noch gelingen.
Firmino als X-Faktor?
Für einen weiteren Erfolg gegen die Londoner könnte ein ehemaliger Bundesligaspieler nicht unwichtig sein. Der zuletzt verletzungsgeplagte Ex-Hoffenheimer Roberto Firmino ist inzwischen als genesen gelistet, doch hat der brasilianische Stürmer seit einem Monat kein Fußballspiel mehr bestritten. Dabei war es der 27-Jährige, der für den FC Liverpool in beiden Duellen gegen Tottenham hatte treffen können – einmal sogar schon nach 16 Minuten.
Während Firmino aber zumindest einsatzbereit sein wird, ist ebendas bei einem anderen einstigen Bundesliga-Kicker noch fraglich. Naby Keita, bis zur vergangenen Saison noch in Diensten des RB Leipzig, laboriert an einer Leistenverletzung. Der Mittelfeldspieler aus Guinea war allerdings auch in nur einem der beiden Premier-League-Matches der beiden Finalisten zum Einsatz gekommen.
Tottenham bangt um Kane
Einen noch namhafteren Ausfall müssen womöglich die „Spurs“ verkraften. Superstar Harry Kane, mit 17 Treffern bester Liga-Torschütze des Vereins, plagt eine Bänderverletzung. Auch der englische Nationalstürmer ist daher aktuell noch fraglich. Um die Besonderheit der Chance, in einem Champions-League-Finale auflaufen zu dürfen, weiß jedoch auch der 25-Jährige.
So wird der Stürmer vom britischen Sender BBC zitiert: „Der Trainer muss entscheiden. Er wird es sich angucken und dann sehen, ob ich spielen kann oder nicht. Aber derzeit fühle ich mich gut und bereit.“ Besagter Coach, namentlich Mauricio Pochettino, stellt derweil den Erfolg des Teams über einzelne Schicksale: „Wir müssen Liverpool schlagen. Und wenn er verfügbar ist, ist das umso besser, aber wir unterscheiden nicht zwischen ihm und dem Rest der Mannschaft.“
Sicher scheint derweil, dass Kane, der schon in den Liga-Spielen gegen Liverpool nicht erfolgreich war, am Samstag wohl nicht zu 100 Prozent fit sein wird. Umso wichtiger könnte für die Hauptstädter eine erneute Sensationsleistung von Kanes Sturmpartner Lucas Moura werden. Der 26-jährige Brasilianer hatte Tottenham mit seinem Dreierpack gegen Ajax Amsterdam beinahe im Alleingang ins Endspiel der Königsklasse geschossen.
Vorteil Liverpool
Alles in allem geht Jürgen Klopp mit seinem FC Liverpool als leichter Favorit ins Finale. Eine Überraschung wäre wohl in erster Linie ein Erfolg Tottenhams, obgleich der Premier-League-Vierte im Verlauf der diesjährigen Champions League mit 20 Treffern nur einen weniger vorzuweisen hat als die Offensivmaschinerie aus dem Norden Englands.
Der bisherige Wettbewerbsverlauf und der direkte Vergleich beider Kontrahenten verraten jedoch auch, dass das diesjährige Finale wohl eher keine klare Angelegenheit wird. Gerade „unparteiische“ deutsche Fans können sich deshalb auf einen unterhaltsamen Fußball-Samstag freuen.
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