Am Donnerstag und Montag steigen die beiden Endspiele um den letzten Platz in der kommenden Bundesliga: Werder Bremen trifft auf den 1. FC Heidenheim.
Beide Vereine rutschten auf den letzten Drücker in die Hoffnungsrunde um Auf- oder Abstieg, beide profitierten von Patzern der Konkurrenz. Allerdings gehen Bremen und Heidenheim mit völlig unterschiedlichen Vorzeichen in die Relegation: Während Favorit Werder Bremen sich mit einem deutlichen 6:1-Sieg gegen den 1. FC Köln vor dem direkten Abstieg rettete, unterlag der FCH klar mit 0:3 bei Zweitliga-Meister Arminia Bielefeld.
Die Relegation verdient „Das kann man jetzt natürlich negativ sehen, muss man aber nicht. Wir haben ein Spiel beim Spitzenreiter verloren. Was zählt, sind die Punkte aus 34 Spieltagen. Wer dann Dritter ist, der hat sich die Relegation verdient“, so Heidenheims Trainer Frank Schmidt. „Jetzt wollen wir die Sensation!“ Entscheidend für den FCH war wohl eher das Aufeinandertreffen mit dem Hamburger SV am Spieltag zuvor, das Heidenheim per Tor in der 95. Minute mit 2:1 gewann und so den HSV auf den letzten Metern noch überholte.
Werder-Trainer Florian Kohfeldt sagte nach dem Sieg gegen Köln: „Wir standen unter immensem Druck und haben Stand gehalten. Wir müssen uns jetzt voll fokussieren auf die beiden Endspiele. Wir waren so häufig schon abgeschrieben in diesem Jahr. Nun haben wir es wieder in unserer Hand.“
Keine Unbekannten Der Bundesligist ist in der ersten Begegnung am Donnerstag um 20:30 Uhr im Weserstadion der klare Favorit {ODDS:577441923:1.50}. Zumal die Bremer in dieser Saison an selber Stelle schon einmal gegen Heidenheim gewonnen haben: In der zweiten Runde des DFB-Pokals siegten die Norddeutschen mit 4:1.
Aber Heidenheim ist nicht chancenlos: Das Team von Frank Schmidt, der den Verein seit 13 Jahren betreut und aus der Oberliga bis in die Bundesliga-Relegation geführt hat, besticht durch Kompaktheit und aggressives Zweikampfverhalten in der Defensive. Das beweist auch das Torverhältnis in der zweiten Liga: Lediglich 45 Treffer erzielten die Süddeutschen, genauso viele wie Absteiger SV Wehen Wiesbaden. Demgegenüber stehen allerdings auch nur 36 Gegentore. Einzig Aufsteiger Bielefeld kassierte weniger (30).
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