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Sie wussten nicht, dass der Wert der ersten Kryptowährung der Welt bis Ende 2019 um 62.500 Prozent ansteigen und Bitcoin damit zur profitabelsten Investition des Jahrzehnts werden würde.

Doch es verlief nicht immer rosig. Zwar gab es beträchtliche Anstiege, jedoch erlitt der Wert einige signifikante Einbrüche, nicht zu vergessen auch diverse Sicherheitsprobleme, Betrugsvorwürfe und absolut merkwürdige Vorfälle. Mit nennenswerten Hochs und plötzlichen Tiefs wurde der Weg der Bitcoin eine der faszinierendsten Erfolgsgeschichten der 2010er Jahre. Diese Woche nimmt unser Team vom Betway Online Casino das aufregende und turbulente Jahrzehnt der Bitcoin unter die Lupe.  

2009-2010: Die frühen Jahre

Bitcoin wurde im Jahr 2009 eingeführt und war von Anfang an geheimnisumwoben. Die Kryptowährung wurde von Satoshi Nakamoto gegründet, einer pseudonymen Person (oder Gruppe), die ihre Identität seit dem Release des originalen Bitcoin-Entwurfs auf einer Kryptographie-Mailingliste am 31. Oktober 2008 geheim hält.

Es dauerte eine Weile, bis Bitcoin an Bekanntheit gewann. Ihre frühen Jahre waren deutlich weniger turbulent (und wertvoll) als die nachfolgenden. Während die Early Adopter bereits privat handelten, dauerte es noch bis März 2010, bis der BitcoinMarket als erste Bitcoin-Börse live ging, auf der User mit Kryptowährung handeln oder diese für Bargeld kaufen und verkaufen konnten. Im Mai desselben Jahres erfolgte schließlich die erste Bitcoin-Transaktion in der realen Welt, als zwei Pizzen des Papa John’s Pizzarestaurants für 10.000 Bitcoin gekauft wurden. Mit einem damaligen Wert von € 36 – die Pizzen kosteten selbst nur € 23 – erreichten Bitcoin seither einen Höchstwert von € 81,5 Mio.

Am 15. August 2010 ließ der erste große Hackerangriff der Bitcoin (der später Value Overflow Incident genannt wurde) die Währung allerdings fast komplett nutzlos werden. Ein anonymer Hacker hatte die Blockchain manipuliert, um mit nur wenigen Tastenanschlägen fast 184,5 Mrd. Bitcoin verteilt auf drei separate Konten herzustellen. Doch der Wunsch des Hackers, so viel Beute wie möglich zu ergattern, machte den Inflationsfehler auffällig genug, um innerhalb weniger Stunden entdeckt und behoben zu werden.

2011-2015: Bitcoin wird Mainstream, doch Konkurrenz folgt

Im Februar 2011 erreichte Bitcoin erstmalig Gleichwertigkeit mit dem US-Dollar, ein Meilenstein, der ein Zuwachs an Interesse der Investoren schürte, die an der Action teilhaben wollten.

Mit der zunehmenden Aufmerksamkeit und dem steigenden Wert begannen mehr Unternehmen, Bitcoin als offizielle Zahlungsmethode anzuerkennen. Die University of Nicosia wurde die erste Universität der Welt, die das Bezahlen der Studiengebühren mit Bitcoin zuließ, während Virgin Galactic von Richard Branson begann, Kryptowährung als Zahlungsmittel für zukünftige Reisen ins Weltall anzunehmen. Eine Flugbegleiterin aus Hawaii war die Erste, die sich ihren Platz auf dem Raumschiff über diese Methode sicherte.

Die wohl berüchtigtste ist OneCoin, ein Kryptocoin- und Blockchain-Ponzi-System, das von Dr. Ruja Ignatova gegründet wurde. Die Bulgarin, die später in einem beliebten BBC-Sounds-Podcast als „The Missing Cryptoqueen“ bekannt wurde, ist bereits seit 2017 vor dem FBI auf der Flucht, nachdem sie wegen Überweisungsbetrug, Wertpapierbetrug und Geldwäsche unter Anklage gestellt wurde.

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Der Erfolg der Bitcoin legte den Grundstein für neue Konkurrenten, ihre eigenen legitimen Kryptowährungen auf den Markt zu bringen, darunter Ripple (2013) und Ethereum (2015). In der Zwischenzeit entstanden auch weitere unorthodoxe Kryptowährungen, wie Dogecoin, die sich durch das berühmte Doge-Meme entwickelte, sowie Coinye, die Kanye West als Maskottchen verwendete, bis der Rapper sie verklagte.  

Auch Bitcoin-Geldautomaten tauchten auf - zunächst in Vancouver und San Diego, bevor sie sich schließlich auf der ganzen Welt vermehrten. Boxlegende Mike Tyson sprang auf den Bitcoin-Zug auf und versuchte, ein Schwergewicht in der Kryptowelt zu werden, indem er einen gleichnamigen Geldautomaten kreierte, der mit Bildern seines ikonischen Gesichtstattoos geschmückt ist. Tysons erster Geldautomat landete in Las Vegas, doch komischerweise wurde der Standort an der Promenade des The LINQ Hotel & Casino gewählt – ein Komplex, das Bitcoin-Bezahlungen nicht direkt akzeptiert.

2016-2019: Explodierender Wert & plötzliche Einbrüche

Nach Jahren des stetigen Wachstums kam Bitcoin im Jahr 2017 auf revolutionäre Art und Weise wirklich zur Geltung. Der Wert der Währung brach in dem Jahr einen Rekord nach dem anderen, bis Mitte Dezember $19.783,06 (€ 18.000) erreicht wurden, der bis heute höchste Wert der Bitcoin.

Early Adopter profitierten von diesem Wertanstieg, darunter der amerikanische Rapper 50 Cent, der aus Versehen mit einem Bitcoin-Account, den er völlig vergessen hatte, € 7 Mio. verdiente. Im Jahr 2014 ermöglichte der Rapper es seinen Fans, das Album Animal Ambition mit Bitcoin zu kaufen. Nutzer konnten das Album für einen Bruchteil des Preises einer einzigen Bitcoin kaufen, die zu der Zeit nur €596 Wert war. Er ließ seinen Account ungenutzt liegen, bis er 2018 entdeckte, dass die €360.000 die er ursprünglich mit seinen Bitcoin-Verkäufen verdient hatte, zu einem Wert von fast € 7,6 Mio. angestiegen waren. 50 Cent verkündete seinen Glücksfall auf den sozialen Medien und kommentierte: „Ima keep it real, I forgot I did that s**t lol.“ (übersetzt: „Ganz ehrlich, ich hab total vergessen, dass ich den Sch*** gemacht hab, lol.“)

In der Zwischenzeit sprang eine ganze Menge an Prominenten auf den Krypto-Zug auf. Pitbull kündigte Smackathon an, eine Kryptowährung, die Bezahlungen in der Musikindustrie revolutionieren soll. Gwyneth Paltrow schloss sich mit der Bitcoin-Wallet Abra zusammen und Lionel Messi wurde der Markenbotschafter für die israelische Firma Sirin Labs, die später das weltweit erste Krypto-Smartphone produzierte. Noch einen Schritt weiter ging Redfoo, der mit dem Hip-Hop-Duo LMFAO Bekanntheit erlangt hatte. Er hing seine Musikkarriere an den Nagel und fokussierte sich auf eine neue Unternehmung – Programmieren auf der Ethereum-Blockchain.

Der Boom des Bitcoins war jedoch spektakulär kurzlebig. Ihr Wert brach innerhalb von 24 Stunden nach dem Erreichen des Rekordhochs um ein Drittel ein und sank bis Ende 2018 schließlich auf unter € 3.000. Kürzliche Anzeichen waren jedoch positiver. Bitcoin erreichte im Mai 2019 ihren höchsten Wert seit über einem Jahr und stieg im Juni auf einen Wert von € 13.000 an. Seitdem fluktuiert sie um diese Marke.  

2020: Wie geht es mit Bitcoin weiter?

Niemand kann die Zukunft der Kryptowährung genau vorhersagen, eine signifikante Änderung nähert sich jedoch rasanten Schrittes, die wahrscheinlich ein weiteres Mal Auswirkungen auf den Wert haben wird. Diesen Mai wird das Bitcoin-Netzwerk automatisch die Blockprämie reduzieren. Schürfer erhalten aktuell 12,5 Bitcoin für jeden neuen Block an Transaktionen (mit einem Marktwert von € 78.000), doch diese Prämie wird auf 6,25 Bitcoin halbiert. Nach der letzten Halbierung im Juli 2016 brach die Popularität der Bitcoin ein. Viele Kommentatoren argumentieren allerdings, dass die schrumpfende Belohnung die Dringlichkeit des Bitcoin-Kaufs erhöht, sodass dieses Mal die Beliebtheit ansteigen sollte.

Bitcoin ist zudem einer verstärkten Konkurrenz ausgesetzt. Zwar stellen digitale Währungen wie der WhopperCoin (ein Krypto-Treueprogramm von Burger King) oder aber der Garlicoin (nur für Knoblauchbrot-Fans vorbehalten), keine ernstzunehmenden Wettstreiter dar, dafür ist jedoch ein Unternehmen wie Facebook, das kurz vor dem Launch seiner eigenen Libra Kryptowährung im Jahr 2020 steht, ein nicht zu unterschätzender Konkurrent. Ethereum beispielsweise ist deutlich schneller als Bitcoin und führt Transaktionen innerhalb von Sekunden aus - und nicht in Minuten wie Bitcoin. Fans sind zudem der Meinung, dass Ethereum mehr Anwendungsmöglichkeiten bietet, wie etwa eine Plattform für dezentralisiertes Rechnen – was Bitcoin nicht ermöglicht.  

Da sich die Kryptowährung jedoch erst im zehnten Jahr verbreiteter Anwendung befindet, können wir uns sicher sein, dass die Zukunft der Bitcoin weiterhin genauso innovativ und aufregend sein wird, wie ihr erstes Jahrzehnt.

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