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Weltweit wurden Festivals wie z. B. Glastonbury und Coachella abgesagt, die Termine für die Veröffentlichung von Alben wurden verschoben und weitere Veranstaltungen finden online statt, während die Welt sich auf „die neue Normalität“ einstellt.

Während die meisten von uns zu Hause waren, konnten Musiker diese Pause nutzen, um in sich zu gehen und neues Material für die kommenden Monate und Jahre zu schreiben. Nachdem viele Künstler ohne die Ablenkung durch ständige Reisen und andere Verpflichtungen gezwungen sind, am selben Ort zu bleiben, könnten die nächsten Monate eine sehr spannende Zeit für Musikfans sein, die Lust auf neues Material haben!

Während der erste Sommer dieses Jahrzehnts immer näher rückt, wollten wir vorhersagen, welche Art von Songs voraussichtlich die Charts anführen wird, sobald wieder so etwas wie Normalität in unseren Alltag zurückgekehrt ist. Und was wäre besser dazu geeignet als eine umfassende Analyse der Zahlen und Statistiken – das ist schließlich unser Job!

 

Was macht einen erfolgreichen Chartstürmer aus?

Für den "Sound of Success" analysierte das Betway Online Casino die internationalen Musik-Charts des letzten Jahrzehnts (2010-2019) und untersuchte die erfolgreichsten Songs der 2010er Jahre, um herauszufinden, welche Faktoren einen Song in verschiedenen Ländern der Welt erfolgreich machen.

Nachdem Live-Sport vorübergehend nahezu vollständig auf Eis gelegt wurde, hat unser Statistikteam die Archive der internationalen Musikcharts aus 22 Ländern durchforstet, um die 20 erfolgreichsten Titel zu ermitteln. Ausschlaggebend war dabei, wie lange sie es geschafft haben, in dem jeweiligen Land auf Platz eins zu bleiben. 

 

Der Sound des Erfolgs – die interaktive Tabelle

Die interaktive Tabelle unten zeigt die 20 Songs, die in den jeweiligen Ländern am längsten auf Platz eins waren, sowie die verschiedenen Merkmale der einzelnen Titel. 

Mit der Filterfunktion oben in jeder Spalte können Sie die Tabelle nach Tonart, Tempo, Dynamik und Tanzbarkeit sortieren. 

*N/A bedeutet, dass keine Zahlen verfügbar waren.

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Diese Länder wurden ausgewählt, um globale Vergleiche quer über alle Kontinente zu ermöglichen. Dazu mussten für jedes Land offizielle Musikcharts mit entsprechenden Datensätzen vorhanden sein.

 

Die technischen Elemente eines Songs

Um die Merkmale der erfolgreichsten Lieder zu ermitteln, haben wir uns drei spezifische Metriken angesehen, anhand derer wir die ultimative Formel für jedes Land erstellen konnten. Aufstrebende Künstler bekommen so eine kleine Orientierungshilfe, wie sie sich die besten Chancen auf Chart-Erfolg ausrechnen können.

  • Tonart
    • Die Tonart ist die Dur- oder Moll-Tonleiter, auf der ein Musikstück basiert, wobei eine Dur-Tonart auf einer Dur-Tonleiter basiert und eine Moll-Tonart auf einer Moll-Tonleiter. Ein Song, der in der Tonart C-Dur gespielt wird, basiert zum Beispiel auf den sieben Tönen der C-Dur-Tonleiter (C, D, E, F, G, A und H). Die durch die Tonart vorgegebenen Noten bilden die Melodie, die Akkorde und die Basslinie eines Songs.
  • Tempo
    • Gemessen in Beats per Minute (BPM), gibt das Tempo eines Titels die Taktgeschwindigkeit eines Songs an. Auch der menschliche Herzschlag wird in BPM, also in Schlägen pro Minute, gemessen – daher kann man sich das Tempo auch als den „Puls“ der Musik vorstellen. Beispielsweise würde ein Schlag pro Sekunde 60 BPM entsprechen, während zwei Schläge pro Sekunde 120 BPM entsprechen. Hier finden Sie einen praktischen Leitfaden dazu, wie sich die einzelnen Geschwindigkeiten typischerweise anhören.
  • Taktart
    • Die Takart gibt an, wie viele Schläge ein einzelner Takt eines Songs enthält und welcher Notenwert einem Schlag entspricht. Umgangssprachlich werden die Begriffe „Taktart“, „Takt“ und „Metrum“ synonym verwendet. Die gebräuchlichste Taktart in der populären Musik ist der 4/4-Takt, der mit Abstand am häufigsten in Pop-, Rock-, Blues-, Country- und Funk-Stücken verwendet wird. 

 

Welche Gefühle wecken diese Songs in uns?

Die technischen Elemente eines Songs sind zwar ganz wesentlich für einen erfolgreichen Track, aber wie häufig sich ein Titel verkauft, hängt letztlich davon ab, welche Gefühle er bei den Zuhörern weckt.

Mit Tunebat haben wir daher auch genau untersucht, wie „dynamisch“ und „tanzbar“ die einzelnen Songs waren, um zu sehen, ob sich in den verschiedenen Ländern auffällige Trends feststellen lassen. Hätte man beispielsweise mit Dance-Tracks eher in Großbritannien einen Nummer-eins-Hit landen können als in den USA?

 

Wir definieren die beiden untersuchten Größen folgendermaßen:

  • Dynamik
    • Gemessen auf einer Skala von 1 bis 100 (wobei 100 am dynamischsten ist), stellt „Dynamik“ ein Maß für die Wahrnehmung von Intensität und Aktivität dar. Stücke mit einem hohen Maß an Dynamik werden als schnell, laut und lärmig wahrgenommen. Zum Beispiel hat Death Metal ein hohes Maß an Dynamik, während ein Bach-Präludium wohl eher am unteren Ende der Skala einzuordnen wäre. Für die Musikologen unter Ihnen sind die Merkmale, die zu dieser Bewertung beitragen, der Dynamikumfang, die empfundene Lautheit, der Ansatz und die allgemeine Entropie.
  • Tanzbarkeit
    • Gemessen auf einer Skala von 1 bis 100 (wobei 100 am tanzbarsten ist), zeigt die „Tanzbarkeit“, wie geeignet ein Stück zum Tanzen ist, und zwar basierend auf einer Kombination von musikalischen Elementen wie Tempo, Rhythmusstabilität, Taktstärke und allgemeiner Regelmäßigkeit.

 

Die Formel für einen Nummer-eins-Hit in deinem Land

Auf der Grundlage der Ergebnisse konnten wir für jedes Land die entsprechende Formel berechnen, die Ihnen vermittelt, mit welchen Songelementen Sie oder Ihr Lieblingskünstler die besten Chancen hat, in Ihrem Land einen Spitzenplatz in den Charts zu erreichen.

Um beispielsweise in Argentinien einen Hit zu landen, hätte man mit einem Popsong in der Tonart C-Dur und mit einem Tempo von 111 BPM im 4/4-Takt die größten Chancen. Außerdem müsste der Song in Bezug auf Dynamik (75) und Tanzbarkeit (73) am oberen Ende der Skala liegen.

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In welchem Land ging es vor allem um die Geschwindigkeit?

Je höher das Tempo, umso schneller der Rhythmus des Songs – und wenn man sich die populärsten Songs des letzten Jahrzehnts anschaut, dann begeisterten die Fans sich vor allem in Mexiko für intensivere Musik mit einem durchschnittlichen Tempo von 128 BPM. Dort fand sich auch der Song mit der insgesamt höchsten BPM-Zahl in den Charts, „Bésame“ von der mexikanischen Pop-Rock-Gruppe Camila.

Die Statistiken deuten auch darauf hin, dass die Hörer in Japan (127 BPM), Brasilien (122 BPM) und Belgien (121 BPM) ebenfalls Fans von schnelleren Songs sind.

Im Gegensatz dazu hatte Portugal mit gerade einmal 104 BPM im Durchschnitt die langsamsten Nummer-eins-Hits. Drakes Welt-Hit „God’s Plan“ war mit nur 77 BPM der langsamste Song in den portugiesischen Charts.

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In welchem Land waren die Songs am dynamischsten und in welchen Land waren sie etwas ruhiger?

Obwohl das Durchschnittstempo der Charts eher im unteren Bereich rangierte, bevorzugten vor allem die spanischen Fans dynamischere Songs mit einem durchschnittlichen Score von 81 auf der Dynamik-Skala. Die meiste Dynamik hatte dabei der Hit „La Bicileta“ von Carlos Vives und Shakira (94/100).

Weitere Länder auf den vorderen Plätzen der Dynamik-Rangliste waren Japan (80/100), Brasilien (76/100) und Argentinien (75/100).

Etwas entspannter und mit niedrigeren Dynamik-Scores ging es in Südafrika (58/100), Großbritannien (61/100) und Portugal (61/100) zu. Der Song mit der geringsten Dynamik in unserer Hitparade war jedoch Ed Sheerans „I See Fire“, der in Schweden acht Wochen lang die Charts anführte und nur 5 von 100 Punkten auf der Skala erreichte.

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In welchen Ländern hat die Tanzbarkeit die Chartposition bestimmt?

Schaut man sich die Durchschnittswerte der Tanzbarkeit in den einzelnen Ländern an, dann war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Kanada, Frankreich, Neuseeland und Portugal. Alle vier Länder meldeten einen Durchschnitt von 74 von 100 Punkten – um Erfolg in den Charts zu haben, müssen die Songs also die Hörer zum Tanzen animieren.

Schaut man sich alle Charts an, dann war das tanzbarste Stück, das in Frankreich fünf Wochen lang den ersten Platz belegte, „Ne reviens pas (ft. Heuss L‘Enfoiré)“ von Gradur mit einem Score von 93 von 100 Punkten. Der tanzbarste englischsprachige Titel war mit 88/100 „Old Town Road“ von Lil Nas X ft Billy Cyrus.

Während ein Nummer-eins-Hit natürlich überall angenehm zu hören sein muss, spielte die Tanzbarkeit in Japan, Brasilien und Schweden die geringste Rolle.

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Wie können Künstler diese Rankings für sich nutzen?

Was einen Song zum Lieblingslied der Fans macht, unterliegt deutlichen Schwankungen von Land zu Land und hängt oft mit dem bestimmten Gefühl zusammen, das ein Song dem Hörer vermittelt – und das lässt sich nur schwer quantifizieren und auf eine Formel übertragen. Wenn man sich jedoch die Grundlagen eines Hitsongs in den einzelnen Ländern anschaut, kann man als Künstler ganz gut erkennen, welche Sounds sich in den letzten zehn Jahren gut verkauft haben.

Was einen Song zum Lieblingslied der Fans macht, unterliegt deutlichen Schwankungen von Land zu Land und hängt oft mit dem bestimmten Gefühl zusammen, das ein Song dem Hörer vermittelt – und das lässt sich nur schwer quantifizieren und auf eine Formel übertragen. Wenn man sich jedoch die Grundlagen eines Hitsongs in den einzelnen Ländern anschaut, kann man als Künstler ganz gut erkennen, welche Sounds sich in den letzten zehn Jahren gut verkauft haben.