{"id":93114,"date":"2021-01-07T08:57:08","date_gmt":"2021-01-07T08:57:08","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.betway.com\/handball\/belastung-was-den-handball-vom-fussball-unterscheidet\/"},"modified":"2023-12-15T09:25:57","modified_gmt":"2023-12-15T09:25:57","slug":"belastung-was-den-handball-vom-fussball-unterscheidet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.betway.com\/de\/handball\/belastung-was-den-handball-vom-fussball-unterscheidet\/","title":{"rendered":"Belastung: Was den Handball vom Fu\u00dfball unterscheidet"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":0,"featured_media":42190,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[559],"tags":[],"class_list":["post-93114","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-handball"],"acf":{"brief_description":"In wenigen Tagen startet die Handball-WM in \u00c4gypten. Enge Termine, harte Gangart: Was das mit den Sportlern macht, erkl\u00e4rt Handball-Experte Dr. Frowin Fasold.","auto_update_sportal365":true,"main_image":42191,"authors":[91466],"properties":{"ads_enabled":true,"adult_content":false,"important":false,"live":false},"live_url":"","type_of_redirect":"permanent","body":[{"acf_fc_layout":"editor_block","content":"<p>Steffen Weinhold, Hendrik Pekeler, Patrick Wiencek (alle Kiel) und Finn Lemke (Melsungen) verzichten auf die WM, Fabian Wiede von den F\u00fcchsen Berlin f\u00fchlt sich noch nicht fit genug, Flensburgs R\u00fcckraumspieler Franz Semper und Lemgos Tim Suton fallen mit einem Kreuzbandriss aus und Magdeburgs Top-Torj\u00e4ger Matthias Musche muss mit einer Knieverletzung ebenfalls lange pausieren: Bundestrainer Alfred Gislason muss vor der WM in \u00c4gypten immer mehr Ausf\u00e4lle verkraften. Laut dem aktuellen VBG-Sportreport 2020 verletzt sich jeder Handballprofi in der Bundesliga durchschnittlich 2,2 Mal pro Saison und f\u00e4llt damit 26 Tage aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span><a style=\"background-color: #81c341; box-shadow: 5px 5px 3px #ccc; color: #ffffff; font-size: 26px; border-radius: 5px; border: 1px solid #81c341; cursor: pointer; border-width: 0px; border-style: initial; border-image: initial;\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/sports.betway.com\/de\/sports\/evt\/6293470\">Wer wird Handball Weltmeister 2021?<\/a><\/span><\/p>\n<p><span class=\"mce--header-three\">Dem Handball fehlt das Geld<\/span><\/p>\n<p>Die Anforderungen an die Spieler sind zu hoch, sagt Dr. Frowin Fasold, Handball-Experte am Institut f\u00fcr Trainingswissenschaft und Sportinformatik an der Deutschen Sporthochschule in K\u00f6ln, gegen\u00fcber\u00a0<a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/betway.com\/de\/sports\" target=\"_blank\">Sportwetten<\/a>. Theoretisch sei es zwar m\u00f6glich, diese Belastung zu stemmen. \u201eAber der Handball befindet sich nicht auf dem finanziellen Niveau wie der Fu\u00dfball oder der Basketball in Nordamerika, wo den Spielern Pausen verordnet werden, um die Belastung zu mindern. Diese M\u00f6glichkeiten fehlen dem Handball durch die mangelnden wirtschaftlichen Voraussetzungen in der besten Handball-Liga der Welt. Und das wirkt sich am Ende in Verletzungen aus\u201c, erkl\u00e4rt der Sportwissenschaftler und Trainer.<\/p>\n<p><span class=\"mce--header-three\">Unverletzt spielen ist uncool<\/span><\/p>\n<p>Dabei sind die in dem Sportreport erfassten Verletzungen nur die, die auch zu berufsbedingten Ausf\u00e4llen f\u00fchren. Dr. Fasold: \u201eWenige Handballer spielen v\u00f6llig unverletzt. Kleinigkeiten schleppen sie immer mit sich herum. Das ist aber bei allen Spielsportarten wie Fu\u00dfball oder Eishockey auf hohem Niveau so, die nehmen das alle mit. Um es mal ein wenig rei\u00dferisch zu sagen: ,,Es ist schon fast uncool, unverletzt zu spielen.\u201c Am meisten trifft es beim Handball Sprunggelenk oder Knie, beim Fu\u00dfball ist es der Oberschenkel. Aber nat\u00fcrlich sind auch andere K\u00f6rperteile betroffen, insbesondere der Wurfarm oder die Schulter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"__mcenew\" src=\"\/media\/22373\/210106_betway_handball.jpg\" alt=\"\" width=\"auto\" height=\"auto\" data-udi=\"umb:\/\/media\/16fe1984da9a410db0fcbf8f918ce6cb\" data-social=\"false\" \/><\/p>\n<p><span class=\"mce--header-three\">Unfall oder Erm\u00fcdung<\/span><\/p>\n<p>Dabei unterscheidet der Wissenschaftler zwei Ursachen: \u201eEs gibt Unfallverletzungen und es gibt Verletzungen, die durch Erm\u00fcdung oder Vorsch\u00e4den entstehen. Gegen Unfallverletzungen kann man wenig machen. Wenn zwei Spieler mit den K\u00f6pfen zusammensto\u00dfen, bricht schon mal das Jochbein. Da kann man so viel trainieren wie man will\u201c, beschreibt es Dr. Fasold. Aber wenn sich ein Handballer nach einem Sprungwurf bei der Landung ohne Gegnerkontakt verletzt, dann ist das vermeidbar, das Risiko minimierbar. Mit den entsprechenden vorbereitenden \u00dcbungen und Techniktraining \u2013 wie f\u00fchre ich eine K\u00f6rpert\u00e4uschung oder Landung aus \u2013 kann man gut vorbeugen. \u201eSelbst wenn man nur 20 oder 30 Prozent der vermeidbaren Verletzungen reduziert, hat man schon einen sehr hohen Effekt\u201c, erl\u00e4utert der Experte. Daran wird auch gearbeitet. Problematisch wird es aber, wenn die Erm\u00fcdung hinzukommt. Dann lassen sich Verletzungen nicht vermeiden.<\/p>\n<p><span class=\"mce--header-three\">Der Kopf muss mitmachen<\/span><\/p>\n<p>Zum k\u00f6rperlichen kommt zudem das kognitive Training. Dabei geht es darum, wie Situationen wahrgenommen und gesehen werden, wie ein Spieler lernt, sich zu fokussieren. Dar\u00fcber hinaus analysieren die Verantwortlichen die Spieler, indem sie die Belastung messen. {QUOTE} Dabei erfahren sie, wann ein Akteur aus dem Spiel genommen werden muss, um ihn zu sch\u00fctzen. Ist ein Spieler im Kopf nicht mehr auf der H\u00f6he, machen die Muskeln auch nicht mehr richtig mit. \u201eZudem muss der Spieler lernen, sich selbst und seinen K\u00f6rper einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. Das geht aber nicht in ein oder zwei Monaten, es ist ein Prozess \u00fcber Jahre\u201c, berichtet Dr. Fasold.<\/p>\n<p><span class=\"mce--header-three\">Per Mertesacker und die Eistonne<\/span><\/p>\n<p>Die Regenerationsphase nach dem Spiel ist ebenfalls wichtig, um die Spieler fit zu halten. \u201eEs geht los mit der ber\u00fchmten Eistonne, die sich mittlerweile auch in vielen Handballkabinen wiederfindet\u201c, erinnert Dr. Fasold an den ber\u00fchmten Spruch von Per Mertesacker bei der Fu\u00dfball-WM 2014. Ob Massage, Musik, Entspannungstechniken, Stretching oder Atem\u00fcbungen: Jeder Spieler reagiert anders auf die regenerativen Ma\u00dfnahmen. Doch es ist aufwendig und komplex, individuelle Modelle f\u00fcr jedes Kadermitglied zu erarbeiten. Und hier st\u00f6\u00dft der Handball wieder an seine finanziellen Grenzen, w\u00e4hrend der Fu\u00dfball ganz andere M\u00f6glichkeiten hat.<\/p>\n<p><span class=\"mce--header-three\">Der Fluch eines WM-Titels<\/span><\/p>\n<p>Hinzu kommt der psychische Stress. \u201eWir beobachten das sehr h\u00e4ufig, gerade in der Bundesliga: Die Spieler, die von gro\u00dfen Turnieren wiederkommen und dabei auch noch Erfolg hatten, fallen in dieses ber\u00fchmte Loch. Das wirkt sich massiv auf die Leistungsf\u00e4higkeit und die Regeneration aus\u201c, nennt der Trainer am Handball-Leistungszentrum Dormagen ein weiteres Verletzungsrisiko. Nach einem WM-Finale wieder Schlag auf Schlag in der Liga zu spielen, ist kognitiv sehr belastend.<\/p>\n<p><span class=\"mce--header-three\">Belastung anders als beim Fu\u00dfball<\/span><\/p>\n<p>Mental geht es wohl allen Profisportlern \u00e4hnlich. Doch die physischen Belastungen von Fu\u00dfball und Handball sind nicht miteinander zu vergleichen. Der Fu\u00dfball ist gepr\u00e4gt von l\u00e4ngeren ausdauernden Phasen, w\u00e4hrend die Handballer kurze und intensive Belastungsphasen mit l\u00e4ngeren Pausen im Spiel haben. Das ergibt andere Anforderungen an den Stoffwechsel und an die Energiebereitstellungsprozesse. Erhebliche Unterschiede gibt es zudem beim Reisestress und bei den Regenerationsm\u00f6glichkeiten. Der Fu\u00dfball ist da deutlich komfortabler aufgestellt. Denn w\u00e4hrend die Handballer noch h\u00e4ufig im Bus von A nach B durch die Republik oder zu Begegnungen in der Champions League reisen, d\u00fcsen die Kicker viel entspannter per Jet zum Match und haben h\u00e4ufiger die Gelegenheit, vor dem Spiel im Hotelbett zu relaxen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"__mcenew\" src=\"\/media\/22374\/210106_betway_handball_vgl_02.jpg\" alt=\"\" width=\"auto\" height=\"auto\" data-udi=\"umb:\/\/media\/ebae993ca6eb4d79b4f755f1a10d644d\" data-social=\"false\" \/><\/p>\n<p><span class=\"mce--header-three\">Klubs in einem Dilemma<\/span><\/p>\n<p>Es gilt zudem, die stetig aufkommenden neuen Erkenntnisse in der Trainingswissenschaft umzusetzen. Das Wissen \u00fcber die Trainingsmethodik unterliegt einem dauerhaften Wandel. Auch hier sieht Dr. Fasold die Handballvereine im finanziellen Dilemma: \u201eWelcher Klub kann sich einen hauptamtlichen Athletiktrainer leisten, der dann nicht auch noch alle anderen Mannschaften wie die Jugend mitbetreuen muss? Auch nur eine Mannschaft mit 14 verschiedenen Charakteren und Voraussetzungen ist schon viel f\u00fcr einen Athletiktrainer\u201c, sieht er die M\u00f6glichkeiten begrenzt.<\/p>\n<p><span class=\"mce--header-three\">Smoothie f\u00fcr die Nationalspieler<\/span><\/p>\n<p>Ebenso gilt es, bei der Ern\u00e4hrung die richtigen Akzente zu setzen. \u201eDa liegt noch sehr viel Potenzial. Wir m\u00fcssen die Spieler ausbilden, sich sehr ausgewogen und der Sportart angepasst zu ern\u00e4hren. Sich nach jedem Training einen Eiwei\u00df-Shake zu genehmigen kann man machen, muss aber nicht sinnvoll sein\u201c, erkl\u00e4rt er und nennt ein Beispiel aus der M\u00e4nner-Nationalmannschaft: \u201eDas Team bekommt vom Mannschaftsarzt nach dem Spiel relativ zeitnah einen Smoothie gereicht. Der ist so zubereitet, dass er die richtigen Energiespeicher m\u00f6glichst rasch wieder auff\u00fcllt und f\u00fcr eine optimale Regeneration vorbereitet.\u201c Eben ausgewogen.<\/p>\n<p><span class=\"mce--header-three\">Belastung in der Bundesliga reduzieren?<\/span><\/p>\n<p>Aus sportlicher Perspektive w\u00e4re f\u00fcr Dr. Frowin Fasold daher eine Reduzierung der Mannschaften in der Bundesliga notwendig \u2013 auch, um international wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben. \u201eWenn die Viertelfinals der Champions League anstehen, dann haben die Vereine wie Barcelona oder Veszpr\u00e9m keine sehr hohe Belastung in ihren Ligen, w\u00e4hrend unsere Bundesligisten alle drei Tage quer durch die Republik reisen und ein sehr intensives Spiel haben. Damit haben sie nat\u00fcrlich schlechtere Voraussetzungen als Vereine, die ihren Topathleten mehr Pausen geben k\u00f6nnen\u201c, nennt er die Gr\u00fcnde. Aber da gibt es auch noch den \u00f6konomischen Aspekt, um m\u00f6glichst viele Einnahmen zu erzielen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"__mcenew\" src=\"\/media\/22377\/fasold_400x600.jpg?width=200&amp;height=300\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" data-udi=\"umb:\/\/media\/e571758acbbb46bea8e5c29a42644ef2\" data-social=\"false\" \/>\u00a0<br \/><em>Dr. Frowin Fasold lehrt am Institut f\u00fcr Trainingswissenschaft und Sportinformatik der Deutschen Sporthochschule K\u00f6ln und ist Trainer des Handball-Nachwuchsleistungszentrums in Dormagen.<\/em><\/p>\n<p><span class=\"mce--header-three\">Unattraktiv wie die Nations League im Fu\u00dfball<\/span><\/p>\n<p>Der Sportwissenschaftler sieht zudem die aufgebl\u00e4hte Champions League als Problem. So ist es m\u00f6glich, dass in einer Saison der Klassiker Barcelona gegen Kiel viermal auf dem Programm steht. Das kann f\u00fcr Spieler und Zuschauer immer unattraktiver werden. \u201eDie Nations League im Fu\u00dfball ist f\u00fcr den Zuschauer scheinbar komplett unattraktiv geworden. Wenn die deutsche Elf spielt, scheint kein gro\u00dfes Bed\u00fcrfnis mehr zu bestehen, diese Spiele zu sehen. Im Handball sollten wir vermeiden, da hinzukommen\u201c, warnt Dr. Fasold mit einem aktuellen Beispiel und empfiehlt, die Spielstrukturen zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p><span class=\"mce--header-three\">Den Special-Skill wiederentdecken<\/span><\/p>\n<p>Um die Belastung f\u00fcr die Spieler besser zu dosieren, sieht er auch wieder die Entwicklung hin zu Spielern, welche nicht nur als Generalisten auftreten, sondern mit besonderen F\u00e4higkeiten aufwarten. Derzeit sei zwar so gut wie jeder Bundesligaprofi in der Lage, im Angriff und in der Verteidigung zu spielen. \u201eDie meisten Vereine erlauben sich aber den Luxus, Abwehrspieler zu haben, um Angreifern eine Pause zu geben und anders herum. Der Vorteil: Ein Verteidiger, der im Angriff nicht spielen muss, kann nicht nur k\u00f6rperlich Kraft tanken, sondern auch kognitiv. Er kann sich mit dem Trainer und mit Mannschaftskameraden besprechen. Er kann Dinge verarbeiten, um geplant und noch sicherer in die n\u00e4chste Situation zu gehen\u201c, erl\u00e4utert der Experte. Neben den reinen Generalisten \u2013 Spieler, die alles gleich gut k\u00f6nnen \u2013 werden Spezialisten f\u00fcr ganz besondere Situationen wiederentdeckt. \u201eWir entdecken wieder Spieler die nicht alles k\u00f6nnen, aber mit einem Special-Skill aufwarten k\u00f6nnen. Einer, der eine Sache ganz besonders gut kann. So etwas wird in Zukunft wieder verst\u00e4rkt auftauchen.\u201c Und vielleicht erleiden diese Spezialisten dann auch weniger Verletzungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span><a style=\"background-color: #81c341; box-shadow: 5px 5px 3px #ccc; color: #ffffff; font-size: 26px; border-radius: 5px; border: 1px solid #81c341; cursor: pointer; border-width: 0px; border-style: initial; border-image: initial;\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/sports.betway.com\/de\/sports\/sct\/handball\/world-championship\">Alle Wetten zur Handball-WM 2021<\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span data-ccp-props=\"{}\">Hier geht&#8217;s zu den betway <a href=\"https:\/\/sports.betway.com\/de\/sports\/cat\/handball\">Handball Wetten<\/a>. Sichere dir bis zu 150\u20ac Willkommensbonus! 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