{"id":92852,"date":"2020-08-05T11:20:57","date_gmt":"2020-08-05T10:20:57","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.betway.com\/champions-league-3\/europas-fussball-finals-wie-fit-sind-bayern-madrid-liverpool-und-co\/"},"modified":"2023-12-15T09:21:21","modified_gmt":"2023-12-15T09:21:21","slug":"europas-fussball-finals-wie-fit-sind-bayern-madrid-liverpool-und-co","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.betway.com\/de\/fusball\/champions-league-3\/europas-fussball-finals-wie-fit-sind-bayern-madrid-liverpool-und-co\/","title":{"rendered":"Europas Fu\u00dfball-Finals: Wie fit sind Bayern, Madrid, Liverpool und Co.?"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":0,"featured_media":38966,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[552],"tags":[],"class_list":["post-92852","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-champions-league-3"],"acf":{"brief_description":"Saisonunterbrechung, Trainingsausfall, Geisterspiele, Turniere statt Ligabetrieb \u2013 Europas Fu\u00dfballvereine stehen aktuell vor gro\u00dfen Herausforderungen. Professor Daniel Memmert von der Deutschen Sporthochschule erkl\u00e4rt, wie man von den Umst\u00e4nden profitieren kann.","auto_update_sportal365":true,"main_image":38967,"authors":[91473],"properties":{"ads_enabled":true,"adult_content":false,"important":false,"live":false},"live_url":"","type_of_redirect":"permanent","body":[{"acf_fc_layout":"editor_block","content":"<p><span data-contrast=\"auto\"><a href=\"https:\/\/sports.betway.com\/de\/sports?s=bw205936&amp;a=CON2798982950333657\"><img decoding=\"async\" id=\"__mcenew\" src=\"\/media\/20184\/generic_sob_de_900x190.gif\" alt=\"\" data-udi=\"umb:\/\/media\/9b6edbad63f64f3ca90d8e0e9160def4\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p>Leon Goretzka schaut verkniffen in die Kamera. Die Sonne blendet ihn, der Schwei\u00df rinnt in seine Augen. Alphonso Davies bei\u00dft die Z\u00e4hne zusammen, Thomas M\u00fcller l\u00e4sst sich mit Sonnenbrille und Kappe nichts anmerken. W\u00e4hrend der Saisonunterbrechung hat der FC Bayern M\u00fcnchen ein Video seines \u201eCyber Trainings\u201c ins Netz gestellt. Unter Anleitung ihres Fitness-Leiters Prof. Dr. Holger Broich und Coach Peter Schl\u00f6sser schuften die Bayern-Profis per Videochat verbunden f\u00fcr ihre Kondition. Jeder f\u00fcr sich, aber alle zusammen.<\/p>\n<p><iframe src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/uy9w5-8fSek\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen=\"\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p>\n<p>Die Bayern m\u00fcssen dabei etwas sehr richtig gemacht haben. Denn nach Wiederanpfiff der Bundesliga-Saison Mitte Mai dominierten sie ihre Gegner, gewannen ihre achte Meisterschaft in Folge und anschlie\u00dfend auch das DFB-Pokalfinale gegen Bayer Leverkusen. In der Endrunde der Champions League trifft das Team von Trainer Hansi Flick im Achtelfinal-R\u00fcckspiel am 8. August auf den FC Chelsea {ODDS:581725219:1.36}. Trotzdem f\u00fchrt Professor Daniel Memmert den Erfolg der Bayern nicht in erster Linie auf das Konditionstraining zur\u00fcck \u2013 sondern auch auf die Erholung durch die Pause, die vor allem den Top-Klubs zugutekam. \u201eMan hat gesehen, dass es deutlich weniger Verletzungen gab. Die extreme Dreifachbelastung gerade f\u00fcr die gro\u00dfen Vereine fiel ja weg. Das war nicht nur f\u00fcr den K\u00f6rper, sondern besonders auch f\u00fcr den Kopf wichtig\u201c, so der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Leiter des Instituts f\u00fcr Trainingswissenschaft und Sportinformatik an der Deutschen Sporthochschule (DSHS) K\u00f6ln im Gespr\u00e4ch mit Betway <a href=\"https:\/\/sports.betway.com\/de\/sports\">Sportwetten<\/a>. Memmert, der 2019 das Buch \u201eFu\u00dfballspiele werden im Kopf entschieden\u201c vorgelegt hat, weist auf den enormen Einfluss der mentalen Frische hin: \u201eDas Taktische, das Kognitive, der Kopf spielt eine ganz zentrale Rolle. K\u00f6rperlich ist jede Drittligamannschaft schon einigerma\u00dfen fit.\u201c Das Stichwort lautet \u201eLoad Management\u201c, also die Steuerung der allgemeinen Belastung der Spieler. Memmert: \u201eDas muss man breiter fassen als nur auf die Athletik. Auch andere, zum Beispiel soziale Einfl\u00fcsse, denen die Spieler in ihrem Umfeld ausgesetzt sind, gilt es zu bedenken. Das muss individuell gesteuert werden.\u201c<\/p>\n<p><span class=\"mce--header-three\">Trainingssteuerung in Qualit\u00e4tsstufen<\/span><\/p>\n<p>Die Trainingslehre weist seit jeher auf die richtige Abstimmung von Belastung und Regeneration hin, um ideale Leistungen zu erreichen. Schon Gero Bisanz, langj\u00e4hriger Fu\u00dfballtrainer und Ausbilder des DFB, hat in seinem Buch \u201ePeriodisierung im Fu\u00dfballtraining\u201c 1985 das Sportjahr in verschiedene Vorbereitungsphasen aufgeteilt. Doch was, wenn diese Zyklen durch \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde massiv gest\u00f6rt werden? \u201eFakt ist, dass Topform nicht konstant konserviert werden kann\u201c, so Memmert. {QUOTE}W\u00e4hrend die englischen, spanischen und italienischen Mannschaften noch bis Ende Juli in ihren Ligen aktiv waren und quasi ohne Pause in die Finals der UEFA gehen, hatten Bayern M\u00fcnchen und RB Leipzig jetzt erneut einige Wochen Wettkampfpause. \u201ePausen sind wichtig. Das kann durchaus ein Vorteil sein\u201c, sagt Memmert. Paris Saint Germain hingegen hatte seit M\u00e4rz nur ein Punktspiel: den 1:0 Sieg im Finale des franz\u00f6sischen Pokals gegen die AS St. Etienne am 22. Juli. \u201eF\u00fcr Paris ist es definitiv ein Nachteil. Ihnen fehlt die Praxis\u201c, urteilt der DSHS-Experte und erkl\u00e4rt weiter: \u201eEs gibt verschiedene Qualit\u00e4tsstufen, nach denen man die Trainingssteuerung aufbauen kann. Stufe eins geht auch zu Hause, dann ist der Spieler quasi sein eigener Trainer.\u201c Dann k\u00e4men in Stufe zwei und drei verschiedene Passformationen oder Abschlusssituationen mit Torwart \u2013 noch ohne Zweik\u00e4mpfe. \u201eAber selbst dabei muss man engen Kontakt zum Gegenspieler haben. Das ist wichtig. Man muss wahrnehmen, schnell reagieren. Da geht es um Aufmerksamkeit, Intelligenz und Kreativit\u00e4t. Das macht schon noch mal einen dramatischen Unterschied zu dem einfachen Ablauf, den man alleine oder zu zweit vornimmt.\u201c Das best\u00e4tigten auch die Coaches der Bundesliga wie <a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.sportschau.de\/fussball\/bundesliga\/video-huetter-ueber-fehlenden-trainingsrhythmus--tage-koennten-reichen-100.html\" target=\"_blank\">Frankfurts Adi H\u00fctter<\/a>: \u201eDie Spieler brauchen den k\u00f6rperlichen Kontakt\u201c. Die vierte Stufe ist dann das Zielspiel elf gegen elf, wo alles noch schneller und komplexer wird \u2013 erst recht unter Wettkampfbedingungen. \u201eDeshalb kommt es einem Team zugute, wenn es in einem Wettkampfrhythmus ist.\u201c Weiterer Nachteil f\u00fcr Paris in der Champions League: Die ungewohnte Situation, vor einer Geisterkulisse zu spielen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"__mcenew\" src=\"\/media\/20623\/200806_betway_restart_trainingsstufen.jpg\" alt=\"\" data-udi=\"umb:\/\/media\/391ec30659634ce09cc5e56198be9cac\" \/><\/p>\n<p><span class=\"mce--header-three\">Geisterspiele nutzen den Ausw\u00e4rtsteams<\/span><\/p>\n<p>Daniel Memmert hat mit seinem Institut die 162 Geisterspiele der 1. und 2. Bundesliga analysiert. Spannend ist vor allem das Verh\u00e4ltnis von Treffern der Heimmannschaften zu ausw\u00e4rts erzielten Toren, also die Frage nach dem Heimvorteil. Bei den gro\u00dfen europ\u00e4ischen Ligen liegt dieser Quotient (Anzahl Heimtore geteilt durch Anzahl Ausw\u00e4rtstore) normalerweise bei 1,35. Das Heimteam schie\u00dft also durchschnittlich 0,35 Tore mehr als die Ausw\u00e4rtsmannschaft. \u201eDiesen Wert haben wir auch schon f\u00fcr \u00fcber 10.000 Spiele aus den deutschen Kreisklassen errechnet. Das sind Begegnungen, in denen vor einer Handvoll Zuschauer das eine Dorf gegen das andere antritt. Es handelt sich quasi um Geisterkulissen, und Anfahrtsstrapazen gibt es auch keine. Das Verh\u00e4ltnis dort war 1,2\u201c, so Memmert. Der Heimvorteil ist also deutlich geringer als bei den Profis. Bei den Geisterspielen der beiden Bundesligen lag der Wert nun bei nur noch 1,13 \u2013 der Heimvorteil schwindet also ohne Publikum! \u201eDas hat uns \u00fcberrascht. Wir dachten bislang, dass der Heimvorteil eher mit dem gewohnten Umfeld der Gastgeber als mit den Zuschauern zu tun hat.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"__mcenew\" src=\"\/media\/20632\/200806_betway_restart_vorher_nachher.jpg\" alt=\"\" data-udi=\"umb:\/\/media\/bbea31cd23084823acafcd88d249b6e9\" \/><\/p>\n<p>Auch die Statistik-Seite \u201eStatsBomb\u201c hat sich die Daten der Bundesliga-Geisterspiele angeschaut: 37 der 82 Erstligapartien nach der Unterbrechung wurden durch die Ausw\u00e4rtsmannschaft gewonnen. 9 Mal gewann der Au\u00dfenseiter, sprich der in der Tabelle schlechter positionierte Verein. Zum Vergleich: In den 80 Partien vor der Pause gab es nur 27 Ausw\u00e4rtssiege, davon 5 durch Underdogs. Au\u00dferdem sank die defensive Intensit\u00e4t der Mannschaften. Die durchschnittliche Anzahl an Pressingaktionen in der gegnerischen H\u00e4lfte pro Team w\u00e4hrend einer Partie fiel von 77,4 auf 66,4. Pressing meint das Anrennen des ballf\u00fchrenden, gegnerischen Spielers, um einen kontrollierten Angriff fr\u00fchzeitig zu unterbrechen. Gegenpressingaktionen \u2013 also das blitzschnelle Umschalten nach Ballverlust vom eigenen Angriff in eine Pressingsituation \u2013 nahmen auf dem gesamten Feld ebenso ab. Sie sanken von 35,3 auf 30,2 pro Team und Partie. Borussia M\u00f6nchenglabdach wurde dabei zum Spitzenreiter in dieser Kategorie, w\u00e4hrend Dortmund oder Wolfsburg deutlich weniger direkte R\u00fcckgewinnungsversuche unternahmen als noch vor der Pause. Allerdings blieb die durchschnittliche Verteidigungsdistanz \u2013 also der Abstand vom eigenen Tor, in welcher Defensivaktionen durchgef\u00fchrt wurden \u2013 nahezu gleich. Die Mannschaften standen also nicht tiefer, sie spielten nur ein weniger konsequentes Pressing. Eine Frage der Motivation? M\u00f6glich, doch ob diese wegen der fehlenden Fans geringer oder einfach der Tatsache geschuldet war, dass es f\u00fcr viele Mannschaften im Mittelfeld um nichts mehr ging, bleibt unbeantwortet. Auf die Anzahl der Tore in der Bundesliga hatten die Geisterkulissen \u00fcbrigens einen leicht negativen Einfluss: Statt 29 Treffern pro Spieltag in den neun Runden vor der Unterbrechung fielen danach nur noch 27,9 Tore.<\/p>\n<p><iframe src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/m9QeDltVlMY\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen=\"\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p>\n<p>Als Fazit l\u00e4sst sich festhalten, dass wahrscheinlich jene Mannschaften in den Finals von Europa League und Champions League die besten Chancen haben, die trotz eines stillen Stadions gen\u00fcgend Eigenmotivation aufbringen, um die Extrameter in der Verteidigung zu laufen \u2013 auch dann, wenn die Beine in der 85. Minute schon brennen. Erfahrungsgem\u00e4\u00df sind das meist die Teams, die erfolgreich aus der Krise hervorgegangen sind und einen gesunden Zusammenhalt untereinander pflegen. Oder wie Sepp Herberger schon 1954 sagte: \u201e11 Freunde sollt ihr sein.\u201c Schaut man sich das engagierte Cyber-Training von Bayern M\u00fcnchen an, k\u00f6nnte es vielleicht etwas werden mit dem Triple in der Saison 2019\/2020.<\/p>\n<p><span class=\"block--quote\">Zur Person:<\/span><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"__mcenew\" src=\"\/media\/20626\/200727_betway_memmert.jpg?width=300&amp;height=400\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" data-udi=\"umb:\/\/media\/2b77b7e9ca4146b0b3d1e6db0f705892\" \/><\/p>\n<p>Univ.-Prof. Dr. Daniel Memmert ist gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Institutsleiter und Professor am Institut f\u00fcr Kognitions- und Sportspielforschung an der Deutschen Sporthochschule K\u00f6ln. Seine wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkte liegen in der Bewegungswissenschaft, in der Sportpsychologie, sowie in der Sportinformatik. Sein Institut kooperiert mit verschiedenen Fu\u00dfball-Bundesligisten, der Deutschen Fu\u00dfball-Nationalmannschaft sowie DAX-Unternehmen und organisiert den ersten internationalen Weiterbildungs-Masterstudiengang \u201eSpielanalyse\u201c.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a style=\"background-color: #81c341; box-shadow: 5px 5px 3px #ccc; color: #ffffff; font-size: 32px; border-radius: 5px; border: 1px solid #81c341; cursor: pointer; border-width: 0px; border-style: initial; border-image: initial;\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/sports.betway.com\/de\/sports\/sct\/soccer\/european-cups\">Finals 2020: Alle Tipps zu Europa und Champions League<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n"}],"property_type":["","run_ads","","","",""]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.betway.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92852","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.betway.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.betway.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.betway.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=92852"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.betway.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92852\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":92853,"href":"https:\/\/blog.betway.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92852\/revisions\/92853"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.betway.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/38966"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.betway.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92852"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.betway.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=92852"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.betway.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92852"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}