media Betway Insider interviewt ihn, um die aktuelle Situation im Tennis zu analysieren und die Rolle elektronischer Systeme bei der Verfolgung von Bällen und Schlägen besser zu verstehen.

Die Saison hat für die drei Tenniskönige stark begonnen. Djokovic hat die Australian Open gewonnen und damit die Positionen im Grand-Slam-Rennen auf Federer und Nadal reduziert, aber früher oder später werden sie sich erneut begegnen. Was die Sportwetten interessanter machen wird.

Stehen wir vor dem größten Kampf in der Geschichte des Tennis? Nach Alberto Berasategui (Vizcaya, 1973), ehemaliger Tennisspieler, der 1994 das Finale in Roland Garros erreichte, stehen alle drei für eine Zeit, die nur schwer zu übertreffen ist: „Nadal, Federer und Djokovic sind immer besser geworden, und die ersten beiden haben ihre Karriere noch nicht beendet, weil jeder der Beste aller Zeiten sein will. Es wird schwierig sein, diese Ära bezüglich Anzahl, Titel und Niveau zu überbieten.“

Die Diskussion darüber, wer sich mit mehr Grand Slams verabschieden wird, hat bereits begonnen, aber Berasategui glaubt, möglicherweise den Favoriten zu kennen: „Vielleicht erfüllt Djokovic   am ehesten alle Voraussetzungen, um weitere Grand Slams zu gewinnen. Erstens wegen seines Alters und zweitens, weil er auf allen drei Belägen gut spielt. Federer kann nur in Wimbledon weitere Titel gewinnen, und sowohl Rafa als auch Djokovic haben mehr Möglichkeiten, sowohl auf Sand oder auf Hartplätzen.“

Berasategui meint, dass „es in Spanien in den nächsten 500 Jahren keinen mit Nadal vergleichbaren Spieler geben wird“, denn „er hat einfach Unglaubliches geleistet, und zwar nicht nur auf dem Platz“. Während auf dem internationalen Parkett junge Spieler wie Medwedew, Tsitsipás oder Zverev herausstechen, „werden diese zwar in den kommenden Jahren im Welttennis sicherlich führend sein, aber nicht das Niveau von Nadal, Federer und Djokovic erreichen“, so der Ex-Profi.

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Schiedsrichter-System und Ballverfolgung

FoxTenn wird die Geschwindigkeit der Bälle der drei Könige bei den verschiedenen ATP-Turnieren 2020 messen. FoxTenn ist eine neue, in Spanien entwickelte Technologie, die als Ersatz des beliebten Schiedsrichter-Systems Hawk-Eye gedacht ist. Bei Sportarten wie Tennis, wo ein Aufschlag mit 200 km/h um einen Zentimeter ins Aus gehen und ein großes Turnier entscheiden kann, fehlt es dem menschlichen Auge an Genauigkeit.

Und der Streit hat schon begonnen. Sowohl Nadal als auch Djokovic und Federer hatten im Laufe ihrer Karriere Probleme mit Schiedsrichtern und der elektronischen Ballverfolgung. So äußerte Federer 2006, nachdem er im Achtelfinale der Madrid Masters Series gegen Soderling gewonnen hatte, seine Kritik an Hawk-Eye, Djokovic beklagte 2010 die Sinnlosigkeit dieser Technologie auf Sand, und Nadal beschwerte sich bei den Madrid Open 2013 über die Schiedsrichter, weil sie einen Ball übersehen hätten, der „mit 2 Stundenkilometern zwei Handbreit neben ihm“ gelandet war.

Trotz allem haben die drei in Prozent während ihrer gesamten Laufbahn fast gleich viele Punkte gewonnen: Nadal 42,08 %, Djokovic 41,79 % und Federer 39,31 %. Bezüglich der FoxTenn-Technologie meint Berasategui: „Je weniger Fehler, desto besser für das Spiel und die Spieler“. Der Ex-Tennisspieler ist der Meinung, dass Maschinen beim Tennis zuverlässiger sind als bei anderen Sportarten wie Fußball, wo die Wahrnehmung des Schiedsrichters größeren Einfluss hat. Sein Fazit zur Rolle der Technologie ist eindeutig: „Sie trägt zur Verbesserung bei, weil sie das Spiel sicherer und auch fairer macht.“

 

 

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