Wenn am 4. Juni 2022 ATP-Tennis in Stuttgart gespielt wird, werden die Teilnehmer das erste Mal seit 1979 nicht mehr beim Mercedes-Cup antreten. Der Autobauer hat sich als Titelsponsor von der Veranstaltung zurückgezogen. Derzeit wird das Turnier schlicht als “Weißenhof” im Kalender geführt. Im Stuttgarter Stadtteil konnten schon Ivan Lendl, Michael Stich oder Thomas Muster triumphieren, Rekordsieger ist Rafael Nadal mit drei Erfolgen. Zu den prominentesten Startern in diesem Jahr zählt der dreifache Grand-Slam-Sieger Andy Murray.

ATP in Halle: hochkarätiges Teilnehmerfeld

Auch in Halle muss man sich an einen neuen Namen gewöhnen. Trug das ATP-Turnier von 1993 bis 2018 den Namen “Gerry Weber Open”, war anschließend “Noventi” drei Jahre lang Sponsor. Vom 14. bis zum 20 Juni 2022 starten die Spieler nun bei den “Terra Wortmann Open”. Mit dabei sind gleich fünf Profis aus den Top Ten der Weltrangliste. “Dieses sensationelle Teilnehmerfeld verspricht hochkarätige Begegnungen bereits ab Turnierrunde eins”, freut sich Turnierdirektor Ralf Weber. Unter anderem haben Daniil Medvedev (ATP 2), Olympiasieger Alexander Zverev (ATP 4) und Stefanos Tsitsipas (ATP 5) ihr Kommen angekündigt. Rekordsieger Roger Federer konnte das Turnier zehnmal gewinnen.

 

Das letzte deutsche ATP-Turnier des Jahres findet vom 16. bis zum 24. Juli 2022 am Hamburger Rothenbaum statt. Zunächst wurde das Turnier im Mai ausgetragen und lockte viele Topstars an, die sich im Norden Deutschlands auf die French Open vorbereiten wollten. Inzwischen wurde der Start nach hinten verlegt. Seit 2009 gehören die Hamburg European Open zur ATP Tour 500.

Damit hat Hamburg die gleiche Wertigkeit wie das ATP-Turnier in Halle, in Stuttgart dagegen geht es um 250 Weltranglistenpunkte. In anderer Hinsicht haben die Hanseaten ein Alleinstellungsmerkmal: Treten die Spieler in Halle und auf dem Weißenhof auf Rasen an, wird am Rothenbaum auf Sand serviert. Welchen Einfluss hat der Untergrund eigentlich auf das Tennisspiel?

Die meisten deutschen Tennisclubs bieten Sandplätze an. Der Untergrund besteht in der Regel aus Ziegelmehl, also zerkleinerten Ziegelsteinen, die dem Untergrund die charakteristische rot-braune Farbe verleihen.

Tennis auf Sand: Zeit zum Reagieren

Das Spiel auf Sand gilt als relativ langsam. Der Ball verliert nach dem Aufkommen an Geschwindigkeit und springt nach oben ab. Den Spielerinnen und Spielern bleibt also einigermaßen viel Zeit, auf den gelben Filz zu reagieren. Zudem ermöglicht der Untergrund ihnen ein Reinrutschen in den Ball. Das will allerdings gelernt sein und empfiehlt sich nicht für Einsteiger. Besser ist es, die Bälle zu erlaufen.

Generell sind auf Sand Tugenden wie Geduld und Athletik gefragt, gutes Grundlinienspiel ist ein Mittel zum Erfolg. Oft dauern Sandplatz-Matches länger als die auf Rasen.

Kürzere Ballwechsel auf Rasen

Die Herausforderung auf Rasen besteht darin, dass der Ball weniger hoch abspringt als auf Sand. Zudem bewegt er sich – gerade auf feuchtem Untergrund – nach vorne weg. Das lässt Spielerinnen und Spielern deutlich weniger Möglichkeiten zum Reagieren. Wer über gute technische Fähigkeiten verfügt, ist auf diesem Boden klar im Vorteil.

Rasen-Matches sind nicht gerade für ihre langen Ballwechsel bekannt. Allerdings ist das früher beliebte Serve-and-Volley auch nicht mehr die beliebteste Taktik, was mit der Qualität der Returns zusammenhängt. Grundlinienspezialisten sind auf Rasen also nicht chancenlos.

Erst recht nicht, seit sich die Geschwindigkeit auf den verschiedenen Belägen etwas angeglichen hat. In Wimbledon etwa haben neue Bälle und die Rasenbeschaffenheit zuletzt Tempo aus dem Spiel genommen. Das führte dazu, dass sogar “Sandplatzkönig” Nadal, der allein die French Open 13-mal gewann, schon auf dem heiligen Rasen siegen konnte.

 

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