media

 

Welcher Verein oder Spieler schießt im Schnitt wie viele Tore, in welchen Spielminuten und wie viele Schüsse kommen während eines Spiels aufs Tor – nicht nur Fußball-Nerds sind diese Werte ein Begriff. Immer wieder suchen sowohl Verantwortliche als auch Fans nach Zahlen und Werten, die den Fußball analysierbar machen und dem versierten Zocker die Gewinnchancen erhöhen…

Dabei wird Fußball zu 47% vom Zufall bestimmt – das hat zumindest eine Studie der TU München 2018 ergeben. Bei jedem Tor kommen demnach Faktoren zusammen, die von unbeeinflussbaren Umständen begleitet werden. Seit kurzem ist aber eine neue Statistik in aller Munde: Expected Goals, oder „zu erwartende Tore“. Wenn der Zufall eine so große Rolle im Fußball spielt, wie kann es dann zu erwartende Tore geben?

Expected Goals – was ist das?

„xG“ ist die Abkürzung für Expected Goals, ein Wert zwischen 0 bis 1, der die Qualität einer Torchance bemisst. Dies wird aus historischen Daten errechnet. Welcher Spieler hat von welcher Position geschossen und hat dabei wie oft getroffen? Jahrzehnte von Bundesliga-Statistiken bieten einen guten Pool, um tatsächlich relevante Schlüsse daraus zu ziehen.

Jede Stelle des Spielfelds hat bei den xG einen bestimmten Wert, der angibt, wie hoch die Trefferquote von dort aus ist. Da durchschnittlich 75% der Elfmeter verwandelt werden, hat die Position um den Elfmeterpunkt herum den hohen xG-Wert von 0,75. Anhand dieser Werte lässt sich am Ende eines Matches ausrechnen, welches Team die qualitativ besseren Torchancen zu bieten hatte und welcher Spieler am verlässlichsten verwandelt. 

Ginge es nach Expected Goals, sähe die Bundesligatabelle anders aus

Was bedeutet das konkret für die Bundesliga? Werfen wir einen Blick auf die Tabelle. Schalke 04, in der letzten Saison noch Vizemeister, bleibt 2018/2019 deutlich hinter den Erwartungen zurück und bekleidet nach 22 Spieltagen den 14. Tabellenplatz. Man könnte meinen, die Schalker spielen schlicht zu schlecht.

Ein Blick auf die Expected Goals Berechnungen von understat.com jedoch zeigt, dass die Schalker nach Expected Goals 7 Tore mehr hätten erzielen müssen und laut den Expected Points, die noch die zu erwartenden Gegentore miteinbeziehen, auf dem 9. Tabellenplatz stehen müssten. Auch dieser Platz wäre zu wenig für die Schalker Erwartungen – und doch wird deutlich: Die Möglichkeit, besser abzuschneiden, hatte der S04 durchaus. Vielleicht ist doch nicht alles so schlecht auf Schalke?

Dieser Tabelle zufolge stünde derzeit auch der Rekordmeister Bayern München auf dem ersten Tabellenplatz. Der BVB hingegen hat seine Tore wesentlich öfter aus nicht zu erwartenden Spielmomenten geschossen und läge laut xG nur auf Platz 4. Statt Luka Jovic lagen Robert Lewandowski bislang die meisten Expected Goals auf dem Schuh – Jovic, der die Torschützenliste derzeit anführt, hat gemessen an der Qualität seiner Torschüsse überperformt.

Inwiefern hilft diese Statistik der Analyse oder Prognose? Die xG-Tabellen verraten, wer überdurchschnittlich trifft, aus schwierigeren Positionen mehr macht, als zu erwarten – und liefert somit durchaus interessante Informationen für Fußball-Interessierte und Freunde von Fußball-Wetten. Nichtsdestotrotz zeigt auch diese Statistik, dass die Faktoren Zufall und Glück nicht auszublenden sind. Alles andere wäre ja auch langweilig.

 

Hier geht's zu den Betway Fußball Wetten