Im Januar 2015 trauert Fußballdeutschland. Udo Lattek verstirbt im Alter von 85 Jahren. Den jüngeren Fußballfans wird er vielleicht eher als Experte in Fernseh-Talk-Formaten ein Begriff sein, den älteren aber vor allem als eines: der mit acht Meistertiteln erfolgreichsten Trainer in der Geschichte der 1. Fußballbundesliga. Und noch viel mehr.

1970 ist Bayern Münchens Vorstand auf Trainersuche. Von Franz Beckenbauer kommt der Vorschlag, sich doch mal mit Lattek zu befassen. Der Tipp erweist sich als goldrichtig, für beide Seiten. Von 1972 bis 1974 holen Lattek und die Bayern drei deutsche Meisterschaften in Folge. „Mit ihm begann eigentlich die große Zeit der Bayern“, sagte Uli Hoeneß einst über Lattek.

Den zieht es anschließend weiter zu Borussia Mönchengladbach. Auch mit den Fohlen hat er praktisch auf Anhieb Erfolg, 1976 und 1977 holt der gebürtige Ostpreuße die Meisterschale an den Niederrhein. Toppen kann er das nach seiner Rückkehr nach München: Zwischen 1985 und 1987 gelingt ihm im Süden Deutschlands das zweite Meisterschafts-Triple. In dieser Zeit lässt er seinem DFB-Pokal-Triumph von 1971 zudem noch zwei weitere Folgen (1984, 1986).

Die erfolgreichsten Trainer der Bundesliga nach deutschen Meisterschaften1.    Udo Lattek, 8 Titel (1972, 1973, 1974, 1976, 1977, 1985, 1986, 1987)
2.    Ottmar Hitzfeld, 7 Titel (1995, 1996, 1999, 2000, 2001, 2003, 2008)
3.    Jupp Heynckes, 4 Titel (1989, 1990, 2013, 2018)
       Hennes Weisweiler, 4 Titel (1970, 1971, 1975, 1978)
5.    Pep Guardiola, 3 Titel (2014, 2015, 2016)
       Felix Magath, 3 Titel (2005, 2006, 2009)
       Otto Rehhagel, 3 Titel (1988, 1993, 1998)
8.    Pál Csernai, 2 Titel (1980, 1981)
       Hansi Flick, 2 Titel (2020, 2021)
       Ernst Happel (1982, 1983)
       Jürgen Klopp (2011, 2012)
       Max Merkel (1966, 1968)
       Branko Zebec (1969, 1979) 
       (Quelle: Wikipedia.de, Zugriff 18.08.2021)

Von Erfolg ist auch sein Intermezzo in Spanien gekrönt. 1982 gewinnt Lattek mit dem FC Barcelona den Pokal der Pokalsieger. Da er zudem den Landesmeisterpokal mit Bayern (1974) und den UEFA-Cup mit Gladbach (1979) holt, ist er der einzige Trainer der Welt, der alle drei Europapokale gewinnen konnte. Insgesamt stehen 14 Titel in seiner Vita.

Ottmar Hitzfeld, gefeiert in Dortmund und München

Auf eine deutsche Meisterschaft weniger als Lattek kann Ottmar Hitzfeld zurückblicken. Sieben Mal schlossen von ihm trainierte Mannschaften eine Spielzeit auf Platz 1 ab: zweimal Borussia Dortmund (1995, 1996), fünfmal Bayern München (1999, 2000, 2001, 2003, 2008). Mit den Borussen gewann er 1997 die Champions League. 2001 wiederholte er das Kunststück mit den Bayern, mit denen er auch dreimal Pokalsieger wurde (2000, 2003, 2008).

Auf je vier Meisterschaften bringen es Jupp Heynckes und Hennes Weisweiler. Heynckes feierte diese Erfolge alle mit den Bayern (1989, 1990, 2013, 2018), Weisweiler mit Borussia Mönchengladbach (1970, 1971, 1975) und dem 1. FC Köln (1978).

Bundesliga: Keiner holt mehr Punkte als Pep

Gemessen am Punkteschnitt ist übrigens Pep Guardiola der bisher erfolgreichste Bundesligatrainer. In den 102 Begegnungen, in denen der Katalane Bayern München betreute, fuhr er durchschnittlich 2,52 Punkte pro Partie ein. Ihm dicht auf den Fersen war zuletzt Hansi Flick. Vor seinem Wechsel zum DFB holten die von ihm trainierten Münchner 2,45 Punkte pro Spiel.

In der Liste mit den erfolgreichsten Bundesligatrainern nach Punkteschnitt taucht auch Nagelsmann bereits relativ weit oben auf. Zum Ende der Saison 2020/21 hatte er mit der TSG Hoffenheim und RB Leipzig durchschnittlich 1,75 Punkte pro Spiel gewonnen. Knapp vor ihm rangieren Matthias Sammer (1,76) und Jupp Heynckes (1,78).

Der erfolgreichste Trainer der Welt heißt Ferguson

Auf der Suche nach dem erfolgreichsten Trainer der Welt führt die Spur nach England, genauer gesagt nach Manchester. Aber nicht etwa in den himmelblauen Teil der Stadt und zu Guardiola. Der bringt es aktuell auf 28 Titel in wichtigen Wettbewerben. So beeindruckend diese Zahl ist – sie umfasst nur gut die Hälfte der Titel des Rekordhalters.

Die 49 Titel von Manchester-United-Ikone Sir Alex Ferguson sind im Weltfußball bei weitem unerreicht. Nach seinem Wechsel von Aberdeen verbrachte er 27 überaus erfolgreiche Jahre am Old Trafford. Die beinhalten allein 13 englische Meisterschaften, fünf englische Pokalsiege, vier englische Ligapokalsiege. Zweimal holte er die Champions League, zweimal den Europapokal der Pokalsieger – einmal davon mit Aberdeen.

Mit einigem Abstand folgt Mircea Lucescu. Auf seinen 14 Trainerstationen, darunter Shakhtar Donezk, Galatasaray Istanbul, Dinamo Bukarest oder Zenit St. Petersburg, holte er 32 Titel. Knapp dahinter rangiert die ukrainische Fußballlegende Walerij Lobanowski mit 30 Titeln. Ottmar Hitzfeld bringt es auf 28 Triumphe mit seinen Teams. 

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