Erstmals in der Geschichte sind die beiden internationalen Top-Finals der Champions League und der Europa League ausschließlich mit Klubs aus der Premier League besetzt. So trifft im Finale der Königsklasse in Madrid der FC Liverpool auf Tottenham, während im EL-Finale in Baku der FC Chelsea auf Arsenal London trifft. Eine Klatsche ins Gesicht für die anderen europäischen Fußballnationen – insbesondere Spanien und Deutschland.

Während die Spanier immerhin noch nah dran sind, scheinen sich deutsche Vereine erst mal ganz von der europäischen Spitze verabschiedet zu haben. Seit 2015 haben immer nur Klubs aus Spanien oder England die europäischen Titel geholt.

 

Die Premier League hat mehr Geld

Der englische Fußball ist ganz oben angekommen im europäischen Ranking – und natürlich hat das damit zu tun, dass die Premier League über einen Haufen Geld verfügt, den andere Ligen nicht haben. Hohe TV-Gelder und Offenheit gegenüber jeglichen Investoren wie arabischen Scheichs haben dazu geführt, dass nirgendwo so viel Kohle in den Fußball fließt wie auf der Insel.

Zum Vergleich: Die deutsche Bundesliga bekommt jährlich bis 2021 ca. 1,16 Milliarden Euro aus TV-Geldern. Die Premier League bekommt das Doppelte mit 2,3 Milliarden Euro.

Die Verteilung dieser Gelder ist übrigens auch eine andere. So erhalten die Bayern wesentlich mehr Geld aus ihren TV-Auftritten, als ein Klub wie der FC Augsburg. In England hingegen werden die Anteile der TV-Gelder unter den Klubs zu gleichen Maßen aufgeteilt – mit ein paar Zuschüssen für Erfolge. So werden die kleineren Klubs gestärkt – und am Ende wird die ganze Liga konkurrenzfähiger. Das Gegenteil von einer vom FC Bayern dominierten Bundesliga.

 

Die Premier League zieht mehr Top-Spieler & Top-Trainer an

Klubs wie Manchester City, Liverpool, Manchester United, Chelsea, Arsenal – sie alle verfügen über Kader gespickt mit Spielern auf Weltklasse-Niveau. Da reihen sich Namen aneinander wie Eden Hazard, Mo Salah, Harry Kane, Kevin De Bruyne… Die Bundesliga hingegen hat eine deutlich luftigere Dichte an Top-Spielern zu bieten.

Ähnlich gestaltet es sich auf den Trainerbänken. In den Finals der Champions und Europa League stehen Trainer aus Deutschland (Klopp), Argentinien (Pochettino), Italien (Sarri) und Spanien (Emery). In der Bundesliga gibt es nicht einen Trainer, der aus einer der anderen europäischen Top-Ligen stammt. Vielleicht würde der Bundesliga dahingehend etwas mehr Mut für internationale Einflüsse guttun.

Zumindest in den Zuschauerzahlen steht die Bundesliga der europäischen Konkurrenz in Nichts nach. Unter den Top 10 der durchschnittlichen Stadionauslastungen finden sich gleich fünf deutsche Klubs wieder in dieser Reihenfolge: Borussia Dortmund, Bayern München, FC Schalke, Hamburger SV, VfB Stuttgart.

Allein das zeigt, wie viel Potenzial in der Bundesliga steckt – das Interesse der Massen ist ungebrochen. Nun wird es Zeit, daraus zukunftsorientiert Entscheidungen zu treffen und wieder auf Top-Niveau international konkurrenzfähig zu werden.

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