Fakt 1: Schalke 04 war nicht immer Schalke 04Dass der FC Schalke 04 im Jahr 1904 gegründet wurde, liegt auf der Hand. Eine Gruppe 14- bis 15-Jähriger hatte damals die Idee dazu. Gemeinsam kickten sie vermutlich irgendwo am Schalker Markt – und riefen dann “Westfalia Schalke” ins Leben. 1909 folgte die Eintragung ins Vereinsregister, nicht aber die Aufnahme in den Westdeutschen Spielverband. Dafür schlossen sich die Kicker 1912 dem bereits zum Fußballverband gehörenden Schalker Turnverein 1877 an. Das Bündnis hielt nur zwölf Jahre. 1924 spalteten sich die Fußballer wieder von den Turnern ab und schrieben fortan als “FC Schalke 04 e. V.” Geschichte.

Fakt 2: Heute undenkbar: Schalkes Vereinsfarben waren einst Rot und Gelb

“Ein Leben lang, Rot und Gelb ein Leben lang.” Unvorstellbar, dass Schalke-Fans ihre Spieler mit diesem Lied in der Arena begrüßen. Gerade “Gelb” käme ihnen in Verbindung mit Fußball wohl nur schwer über die Lippen. Und doch: Als Westfalia Schalke im Jahr 1904 gegründet wurde, wählte man genau diese Vereinsfarben. Erst mit der Trennung vom Turnverein 1877 und dem Namenswechsel zu FC Schalke 04 änderte man auch die Farben – in Blau und Weiß. “Ein Leben lang, Blau und Weiß ein Leben lang” klingt für Schalker Ohren direkt viel richtiger, oder?

Fakt 3: Spitzname mit Bergmannsbezug

Schließt ein Bergmann seine Lehre ab, wird er zum Knappen. Und davon gab es am Bergbaustandort Gelsenkirchen zahlreiche. Viele von ihnen gehörten dem Umfeld von Westfalia Schalke oder später dem FC Schalke 04 an, einige spielten selbst für den Verein. Die Verbindung zum Bergmannsmilieu brachte Schalke den Spitznamen “die Knappen” ein. Heute bringt die “Knappenschmiede”, Schalkes Nachwuchsleistungszentrum, regelmäßig Spitzenfußballer hervor.

Fakt 4: Schalkes höchster Bundesligasieg – ausgerechnet in München

Geht es um Schützenfeste mit Münchner Beteiligung, teilten zuletzt immer die Bayern aus. 1976/77 war das anders. Vor heimischem Publikum verlor man sang- und klanglos mit 0:7 gegen Schalke. Überragender Mann auf dem Platz war Klaus Fischer. Er eröffnete den Torreigen in der 11. Minute und beendete ihn in der 82. Insgesamt gelangen ihm an diesem Tag vier Treffer. Die anderen Torschützen hießen Erwin Kremers, Manfred Dubski und Rüdiger Abramczik. Höher als damals im Olympiastadion hat Schalke in der Bundesliga nie wieder gewonnen.

Fakt 5: Der mit den Fallrückziehern: Schalkes bester Torschütze

Schalke hatte schon einige herausragende Torjäger in seinen Reihen, von Ebbe Sand über Klaas-Jan Huntelaar bis Raul. Doch niemand knipste so erfolgreich wie Klaus Fischer. 182 Tore gelangen ihm in 295 Bundesligaspielen. Darunter waren einige spektakuläre Fallrückzieher. Der bekannteste, der zum Tor des Jahres und des Jahrzehnts gewählt wurde, gelang ihm aber im DFB-Dress im Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz (4:1). 

Fakt 6: Klaus Fichtel: Schalkes Rekordspieler hält auch einen Bundesligarekord

So oft wie Klaus “Tanne” Fichtel war bisher kein Spieler für Königsblau am Ball. 477-mal lief er für Schalke in der Bundesliga auf, zuletzt 1988. Zu diesem Zeitpunkt war Fichtel bereits 43 Jahre, sechs Monate und zwei Tage alt. Bis heute hat kein älterer Spieler seine Schuhe in Deutschlands höchster Spielklasse geschnürt. Nah dran waren immerhin Uli Stein (42 Jahre, fünf Monate, 19 Tage) und Toni Schumacher (42 Jahre, zwei Monate, zwölf Tage). 

Schalkes Bundesliga-Rekordspieler1. Klaus Fichtel, 543 Einsätze
2. Norbert Nigbur, 440 Einsätze
3. Olaf Thon, 384 Einsätze
4. Gerald Asamoah, 381 Einsätze
5. Ingo Anderbrügge, 359 Einsätze
(Quelle: www.transfermarkt.de)

Fakt 7: Charly Neumann verhaftet: Wenn die Aufstiegsparty aus dem Ruder läuft

Der Abstieg in der Saison 2020/21 war bitter, aber nicht Schalkes erster. Insgesamt viermal mussten die Knappen den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Bisher meldete man sich jedoch stets in der Bundesliga zurück. Beim Wiederaufstieg 1991 übertrieb es Mannschaftsbetreuer Karl-Heinz “Charly” Neumann dann ein wenig mit den Feierlichkeiten. Er strich den Gelsenkirchener Bahnhof in den Farben Blau und Weiß an. Zumindest, bis er deswegen verhaftet wurde. 

Fakt 8: Was eine Show: Der Siegeszug der Eurofighter

1997 holte Schalke 04 den UEFA-Pokal, damals im Elfmeterschießen gegen Inter Mailand. Als “Eurofighter” machten sich Jens Lehmann, Olaf Thon, Marc Wilmots oder Trainer Huub Stevens bei den Fans unsterblich. Die arbeiteten den Erfolg in einem Lied auf. Für alle, die die Stationen nicht mehr zusammenbekommen, hier noch einmal der Text: “Wir schlugen Roda, wir schlugen Trabzon, wir schlugen Brügge sowieso, Valencia, Teneriffa, Inter Mailand, das war ne Show!”

Fakt 9: Der letzte große Titel: Klare Sache gegen Duisburg

21. Mai 2011, Berliner Olympiastadion, DFB-Pokalfinale: Der FC Schalke trifft auf den damaligen Zweitligisten MSV Duisburg. Bereits nach 18 Spielminuten trifft Julian Draxler für die Knappen, noch vor der Pause erhöhen Klaas-Jan Hunterlaar (22.) und Benedikt Höwedes (43.). Hoffnung keimt bei Duisburg auch nach dem Seitenwechsel nicht auf. Im Gegenteil: José Manuel Jurado (55.) und erneut Huntelaar (70.) stellen den 5:0-Endstand her. Der DFB-Pokalsieg von 2011 ist bislang der letzte wichtige Titel für Schalke.

Fakt 10: Erwin, ein echter Knappe

 

Kein Löwe, kein Adler, kein Bär: Auf Schalke ist das Maskottchen ein echter Mensch. Knappe “Erwin” gibt es seit 1994. Mit der Rückennummer 04 auf dem Trikot heizt er den Fans schon vor Spielbeginn im Stadion ein. Beim Revierderby gegen Borussia Dortmund 2017 zeigte er Schiedsrichter Felix Zwayer mal die Rote Karte. Eine Sperre hätte es aber wohl nur für Erwin gegeben – doch auch die blieb aus. 

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