Fakt 1: Eintracht Frankfurt: Zusammenschlüsse und Trennungen

Am 8. März 1899 wird der Frankfurter Fußball-Club Victoria gegründet, im selben Jahr entsteht der Frankfurter Fußball-Club 1899 Kickers. Am 13. Mai 1911 fusionieren beide zum Frankfurter Fußballverein (Kickers-Victoria). Ausgerechnet Kickers, mag man sich denken, wenn man um die große Rivalität der Eintracht zu den Kickers Offenbach weiß. Der Name bleibt aber nur knapp neun Jahre bestehen. Ein erneuter Zusammenschluss, diesmal mit der Frankfurter Turngemeinde, lässt die Turn- und Sportgemeinde Eintracht Frankfurt von 1861 entstehen. 1927 spalten sich die Turner schon wieder ab. 1969 dann das Wiedersehen: Aus der Sportgemeinde Eintracht Frankfurt (F.F.V.) von 1899 und der Turn- und Fechtgemeinschaft von 1861 e. V. wird Eintracht Frankfurt e. V. 

Fakt 2: Bundesliga-Urgestein: Viel Zeit für den (Negativ-)Rekord

Eintracht Frankfurt zählt zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga, bis zum Abstieg in der Saison 1995/96 war man ununterbrochen erstklassig. Nach einigen turbulenten Jahren in der Folge mit Auf- und Abstiegen gehört man seit 2012/13 wieder durchgängig zum deutschen Oberhaus. Logisch, dass die Eintracht in diversen ewigen Tabellen weit oben steht. Auf eine bestimmte „Spitzenposition“ hätte Frankfurt aber wohl lieber verzichtet. 667 Niederlagen hat sonst keine Mannschaft kassiert. Der FC Schalke auf Platz 2 (652) und Werder Bremen auf Platz 3 (648) werden erstmal nicht vorbeiziehen. 

Fakt 3: Große DFB-Momente

Was haben Alfred Pfaff, Bernd Hölzenbein, Jürgen Grabowski und Uwe Bein gemeinsam? Sie alle sind werden Weltmeister mit Deutschland – und alle stehen dabei im Dienst von Eintracht Frankfurt. Pfaff holt den Titel 1954 in der Schweiz, Hölzenbein und Grabowski 1974 in Deutschland und Uwe Bein 1990 in Italien. Lediglich der FC Bayern und der 1. FC Köln haben bis dahin ebenfalls mindestens einen Spieler in jedem deutschen Weltmeisterkader. Die Titelträger von 2014 schaffen es dann erstmals ohne Frankfurter Beteiligung. 

Fakt 4: In allen vier Ecken…

…soll Liebe drin stecken, besagt ein Kinderreim. Oder aber ein ordentlicher Hammer. Das jedenfalls dürfte das Motto von Frankfurts Bernd Nickel gewesen sein. Der torgefährliche Mittelfeldspieler mit dem strammen Schuss läuft 426-mal für die Eintracht auf. Unter anderem verwandelt "Doktor Hammer” dabei vier Eckbälle direkt – jeweils einen von jeder Ecke des Waldstadions.

Fakt 5: Tormaschinen aus dem Ausland

Robert Lewandowski, Pierre-Emerick Aubameyang, Klaas-Jan Huntelaar: Ausländische Torschützenkönige sind längst Normalität in der Bundesliga. 1989/90 ist das noch anders. Damals erzielt der Norweger Jörn Andersen 18 Treffer für Eintracht Frankfurt. Das reicht, um sich als erster ausländischer Spieler an die Spitze der Torschützenliste zu schießen. 1992/93 und 1993/94 legt Anthony Yeboah gleich doppelt nach (20 und 18 Tore). Zum Torschützenkönig reicht es für Luka Jovic nicht, der serbische Nationalspieler hält dafür einen speziellen Rekord. 2018 erzielt er beim 7:1 gegen Fortuna Düsseldorf einen Fünferpack. Mit 20 Jahren und 300 Tagen ist er der jüngste Spieler, dem solch ein Kunststück gelang. 

Fakt 6: Fußballromantik pur

Der Kuss aufs Wappen, der Gruß an die Zuschauer – mit solchen Gesten drücken Spieler heute ihre Liebe zum Verein aus. Doch wie lange hält die Beziehung? Manchmal nur bis zum Vertragsangebot eines anderen Clubs. Nicht so bei Karl-Heinz Körbel. Der „treue Charly“ läuft in seiner Karriere ausschließlich für Eintracht Frankfurt auf, seine 602 Spiele sind in der Geschichte der Bundesliga unerreicht. Die Belohnung für Körbels Treue: UEFA-Pokalsieger 1980 sowie viermal DFB-Pokalsieger (1974, 1975, 1981, 1988). 

Fakt 7: Direkt auf Betriebstemperatur

Zurückhaltung ist bei diesen Frankfurter Jokern nicht angesagt: Am 3. Juni 2020 dauert es ganze 17 Sekunden, bis Stefan Ilsanker nach seiner Einwechslung gegen Werder Bremen trifft – das schnellste Joker-Tor der Bundesliga. Auch Frankfurts Einwechselspieler Marcel Titsch-Rivero lässt sich am 14. Mai 2011 nicht lange bitten. Statt ins Tor trifft er allerdings seinen Dortmunder Gegenspieler. Notbremse, Rote Karte – und das nur 43 Sekunden, nachdem er den Platz betreten hat. Es ist der schnellste Platzverweis der Bundesligageschichte. Noch schneller als Titsch-Rivero ist Vereinskollege Gelson Fernandes. 2018 wird er 33 Sekunden nach seiner Einwechslung auf Schalke des Feldes verweisen, allerdings im DFB-Pokal. 

Fakt 8: Nichts für schwache Nerven

Endspiele im DFB-Pokal, Finals in europäischen Wettbewerben: Eintracht Frankfurt hatte schon einige große Auftritte. Die vielleicht packendsten sind aber zwei Spiele um die Ligazugehörig. Am letzten Spieltag der Saison 1998/99 benötigt Frankfurt einen hohen Sieg gegen Champions-League-Kandidat Kaiserslautern, um den Abstieg zu vermeiden. Zehn Minuten vor Schluss steht es 2:1 für die Eintracht. Tore müssen her. Marco Gebhardt und Bernd Schneider stellen auf 4:1, dann kommt Jan Age Fjörtoft. Unmittelbar vor FCK-Keeper Andreas Reinke setzt der Norweger zum berühmtesten Übersteiger der Eintracht-Geschichte an und trifft zum 5:1 – Klassenerhalt! Der Abstieg folgt dann zwei Saisons später. Und er beschert den Frankfurtern einen weiteren magischen Moment. Am 34. Spieltag der Zweitligaspielzeit 2002/03 bedarf es erneut eines Fußballwunders, um den Aufstieg perfekt zu machen. Wieder fallen drei späte Tore. Beim Stand von 3:3 schnürt Joker Bakary Diakité zunächst einen Doppelpack (83./90.), bevor Alexander Schur das erlösende 6:3 in der dritten Minute der Nachspielzeit köpft. Frankfurt schiebt sich an Mainz vorbei auf Platz 3 und steigt auf. 

Fakt 9: Im Herzen von Europa 

Frankfurt befindet sich im Herzen von Europa. Das besagt nicht nur eine Textzeile der Vereinshymne, inzwischen lautet so sogar die offizielle Heimat-Adresse der Eintracht. In die Herzen vieler Europäischer Fußballfans hat sich die SGE zuletzt mit tollen Auftritten in der Europa League gespielt. 2018/19 gewinnt man als erste deutsche Mannschaft überhaupt alle sechs Gruppenspiele, die Reise endet erst im Halbfinale gegen Chelsea. Das erste internationale Ausrufezeichen setzt die Eintracht allerdings schon deutlich früher. 1960 steht man im Finale des Pokals der Landesmeister. So weit ist vorher noch keine deutsche Mannschaft in diesem Wettbewerb gekommen. Die Partie gegen Real Madrid geht allerdings mit 3:7 verloren. „Mein Gegenspieler José Emilio Santamaria hat mich auf dem Platz fast ausgezogen”, erklärt Doppeltorschütze Erwin Stein später. “Dagegen waren wir nur ein Haufen braver Hessen".

 

Fakt 10: Schärferer Blick als der VAR: Adlerauge im Stadion

1,90 Meter, das ist für ein Maskottchen nicht sonderlich groß. Die meisten Kostüme gehen deutlich über zwei Meter hinaus. Gemeint ist hier aber nicht die Körperlänge, sondern die Spannweite der Flügel. Spätestens die 3,90 Kilogramm Körpergewicht machen dann klar, dass die Rede nicht von einem gewöhnlichen Glücksbringer ist. Tatsächlich ist Steinadler “Attila” eines von nur zwei lebenden Maskottchen der Bundesliga. Das andere hört auf den Namen “Hennes”, ist ein Geißbock und in Köln beheimatet. Attila begrüßt die Fans seit 2006 vor jedem Heimspiel und ist sogar bei den DFB-Pokalendspielen 2017 und 2018 in Berlin.  

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