Am 9. Mai 1964 ist alles angerichtet für ein rauschendes Fußballfest. 32.000 Zuschauer pilgern in den Kölner Stadtteil Müngersdorf, um den 1. FC Köln, den kommenden Deutschen Meister, am letzten Spieltag der Saison zu feiern. Gegner ist der VfB Stuttgart. Allein: Die Schwaben erweisen sich als Spielverderber. Nach gerade einmal fünf Minuten schießt Stürmer Dieter Höller den VfB in Führung. Zu allem Unglück verletzt sich noch der Kölner Leo Wilden. Da Auswechslungen nicht erlaubt sind, muss der FC fortan mit zehn fitten Akteuren auskommen. Der Party für den ersten deutschen Meister der Bundesliga droht ein Dämpfer.

Von Hamburg bis Schalke: Bundesligastart mit 16 Mannschaften

Die Bundesliga wird zur Saison 1963/64 eingeführt. 16 Mannschaften bilden die Gründungsmitglieder, darunter Werder Bremen, der Hamburger SV, Eintracht Frankfurt oder Schalke 04. Für Fans und Aktive eine tolle Sache: Von nun an gastieren Deutschlands Topvereine regelmäßig in allen Teilen der Republik.

Der 1. FC Köln startet mit einem 2:0-Sieg gegen Saarbrücken in die Spielzeit. Das erste Tor erzielt der damals 19-jährige Wolfgang Overath, der 1974 Weltmeister werden sollte. Nach dem gelungenen Start eilen die Geißböcke von Sieg zu. Die Tabellenführung geben sie nach dem 5. Spieltag bis zum Ende der Saison nicht mehr ab. Die Meisterschaft macht der FC bereits am drittletzten Spieltag gegen Borussia Dortmund perfekt. Der große Rivale Borussia Dortmund wird mit 5:2 vom Platz gefegt, danach liegt Köln in der Tabelle mit sieben Punkten – und damit für den zweitplatzierten Meidericher SV uneinholbar – in Front.

Weltmeister Schäfer bringt die Wende

Von hohem sportlichem Wert ist das Duell mit Stuttgart für die Domstädter am letzten Spieltag also nicht mehr. Eine Niederlage war im Vorfeld der Feierlichkeiten allerdings nicht eingeplant. Und es ist in erster Linie Hans Schäfer, der Weltmeister von 1954, der sich dagegenstemmt. Nach rund einer Stunde erzielt er mit einem Gewaltschuss den Ausgleich. Und es kommt noch besser für die Geißböcke. Sieben Minuten vor Abpfiff gelingt Heinz Hornig der Siegtreffer. Den ersten Jubelstürmen, als Fans nach Abpfiff auf den Platz rennen, folgt ein Triumphzug durch die Straßen mit 60.000 Anhängern.

Deutsche Meister vor der Bundesliga

Deutsche Meister wurden aber schon vor Gründung der Bundesliga ermittelt. So war der Berliner FC Germania 1888 schon im Jahr 1891 der erste Meister des Bundes Deutscher Fußballspieler. Seit 1902/03 wurden Deutsche Meister vom Deutschen Fußball-Bund mittels Meisterschaftsendspielen gesucht. Im ersten Finale 1903 setzte sich der VfB Leipzig mit 7:2 gegen Deutscher FC Prag durch.

Die Meisterschaftsendspiele in der Bundesrepublik Deutschland fanden von 1948 bis 1963 statt. Das erste gewann in der Saison 48/49 der VfR Mannheim mit 3:2 nach Verlängerung gegen Borussia Dortmund. Die Borussen sicherten sich ihrerseits den Sieg im letzten Meisterschaftsendspiel 1962/63 – 3:1 gegen den 1. FC Köln. Der musste der verpassten Chance bekanntlich nicht lange nachtrauern. Nur ein Jahr später krönten sich die Domstädter zum ersten Meister der Fußball Bundesliga.

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