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So spannend war es in der Bundesliga schon lange nicht mehr: Während in den vergangenen sieben Jahren der FC Bayern München die Liga dominierte, war das Rennen um die Herbstmeisterschaft 2019/20 am 17. Spieltag noch ein heißer Endspurt zwischen zwei Mannschaften: RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach. Die Sachsen haben mit einem 3:1-Heimsieg gegen FC Augsburg alles klar gemacht. Erstmals in ihrer Geschichte sind sie inoffizieller Herbstmeister der Bundesliga. Dahinter rangiert die Fohlenelf vom Niederrhein auf Platz 2. Eine der vielen Überraschungen in dieser Saison.

Bayern und Borussen wieder in der Erfolgsspur

Die großen Meisterschaftsfavoriten, Bayern München und Borussia Dortmund, überwintern dagegen auf den Champions-League-Plätzen 3 und 4. Eine Enttäuschung? Nicht unbedingt. Die Bayern haderten lange mit ihrem Trainer Niko Kovac, bevor Hansi Flick das Kommando übernahm und die Startruppe wieder in die Erfolgsspur führte. Ähnlich war die Situation in Dortmund. Dort hatte man sich vor der Saison mit Mats Hummels, Julian Brandt und Thorgan Hazard extrem verstärkt und übernahm auch gleich an den Spieltagen 1 und 2 die Tabellenführung. Doch es folgte ein Leistungseinbruch und ein zwischenzeitlicher Absturz ins obere Mittelfeld. Inzwischen haben die Dortmunder zur alten Form zurückgefunden, überraschen aber immer wieder negativ durch ihre mangelnde Torausbeute wie zuletzt bei der 1:2-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim. Überraschenderweise rangiert dahinter der FC Schalke 04 auf Platz 5, gefolgt von Bayer Leverkusen auf Platz 6.

Eklatante Heimschwäche der Bremer

Wenig überraschend ist dagegen die Situation im Tabellenkeller. Dort steht neben den Aufsteigern SC Paderborn und 1. FC Köln auch Fortuna Düsseldorf. Die Rheinländer konnten die Abgänge von Dodi Lukebakio und Benito Raman nicht kompensieren, obwohl sie mit Rouwen Hennings aktuell einen der erfolgreichsten Torschützen der Liga in ihren Reihen haben. Enttäuschend ist bisher die Leistung von Werder Bremen. Die Hanseaten stehen aktuell auf einem dem Abstiegsplatz. Ein Grund ist ihre eklatante Heimschwäche. Am 16. Spieltag verloren sie daheim gegen den FSV Mainz sogar mit 0:5-Toren.

Nicht immer erfolgreich: viel laufen und viel flanken

Und sonst? Was ist noch aufgefallen? Zum Beispiel: Wer viel läuft und viel flankt, muss nicht immer erfolgreich sein. Das zeigen SC Paderborn, Bayer Leverkusen und Union Berlin. Sie sind die laufstärksten Mannschaften der Liga: Die Ostwestfalen legten eine Distanz von 2.034,8 Kilometern zurück und sind Tabellenletzter, Herbstmeister Leipzig lief dagegen 30 Kilometer weniger, erzielte aber 28 Tore mehr als die Paderborner. Eintracht Frankfurt ist der aktuelle Flankengott der Liga. Die Hessen flankten 297 Mal vor das Tor des Gegners, die Bayern dagegen 262 Mal, die Düsseldorfer 198 Mal und die Kölner 188 Mal. Der Unterschied ist: Frankfurt ist nur noch drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt, die Bayern vier Punkte von der Tabellenspitze.

Schnelles Umschaltspiel garantiert mehr Tore

Beide Statistiken stehen auch für einen neuen Trend: der laufintensive Ballbesitzfußball steht vor der Ablösung durch das schnelle fast flankenlose Umschaltspiel, das die Leipziger, die Gladbacher, die Münchner und auch die Dortmunder fabelhaft praktizieren. Dadurch fallen mehr Tore. Das belegt auch der Blick auf die Torschützenliste, die vom Münchner Robert Lewandowski (19 Tore) angeführt wird. Dahinter folgen der Leipziger Timo Werner (18 Tore) auf Platz 2 sowie die Dortmunder Marco Reus und Jadon Sancho (mit jeweils 9 Toren) auf Platz 4. Auch der Düsseldorfer Rouwen Hennings (11 Tore) auf Platz 3 steht für diesen neuen Spielstil, den die Fortuna aktuell noch nicht so erfolgreich anwendet wie das Top-Quartett der Liga. Mit anderen Worten: Die Rückserie verspricht vielleicht sogar noch mehr Tore, wenn das schnelle Umschaltspiel noch beliebter wird. Und dadurch ist die Spannung im Rennen um die Meisterschaft bis zum 34. Spieltag garantiert.

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