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Wer sich in der Bundesliga auf einer Mittelfeldposition gegen die Konkurrenz behaupten will, muss ein Allrounder sein. Als Spieler in der Zentrale muss man über eine gute Übersicht verfügen, wissen, wie man die eigene Offensive leitet, Mitspieler in Szene setzt. Man muss aber genauso schnell umschalten können, noch vor der Abwehr dem Gegner den Wind aus den Segeln nehmen.

Das alles zu beherrschen ist nicht leicht. Kaum ein Profi verfügt über jede der geforderten Qualitäten und diejenigen, die es tun, sind nicht selten gefeierte Publikumslieblinge. Kein Wunder, dass die Hälfe aller 18 BuLi-Vereine der Saison 2018/19 einen ihrer Mittelfeld-Regisseure zum Mannschafts-Kapitän ernannte. Doch nicht nur die Spielführer sorgten mit ihren Leistungen für Aufsehen, auch einige der aufstrebenden Stars bekleiden eine Rolle im Zentrum der Aufstellung ihres Klubs. Hier einige der besten Akteure der vergangenen Spielzeit.

 

Defensives Mittelfeld: Axel Witsel

Gerade die Position des „Sechsers“ wird mit einer hohen Spielintelligenz in Verbindung gebracht. Als Achse zwischen Defensive und Angriff müssen defensive Mittelfeldspieler häufig eine Gratwanderung meistern. Einer, der das anerkanntermaßen auf Weltklasse-Niveau beherrscht, fand im vergangenen Sommer mit 29 Jahren erstmals den Weg in eine europäische Top-Liga. Die Rede ist von Belgier Axel Witsel. Der Nationalspieler hatte im Laufe zwar in Diensten von Benfica und Zenit St. Petersburg bereits internationale Vereins-Wettbewerbe gespielt, sich aber allzu häufig für Geld statt hohes Spielniveau entschieden.

Dass er in der Bundesliga aber problemlos mithalten kann, das bewies der Neu-Dortmunder während der starken Saison des BVB eindrucksvoll. Der Mann mit der auffälligen Haarpracht brauchte keinerlei Zeit, um sich in das Gefüge von Lucien Favres Team einzubringen und diente den jungen Schwarz-Gelben von Beginn an als Rückhalt. Einige wichtige Auftritte und ein Seitfallzieher-Tor später ist der heute 30-Jährige auf seiner Position mit 32 Millionen Euro noch immer völlig zurecht wertvollster Bundesliga-Spieler.

 

Zentrales Mittelfeld: Leon Goretzka

Etwas weiter vorne auf dem Taktik-Brett der Übungsleiter findet sich eine weitere entscheidende Mittelfeld-Position – der „Achter“. Dessen Aufgabe ist es in der Mitte des Spielfeldes, Aktionen der Offensive einzuleiten. Schon über die vorangegangene Saison war das in der Bundesliga dem jungen Leon Goretzka auf beeindruckend hohem Level gelungen – damals noch im Trikot des FC Schalke 04. Nach Ende der Spielzeit 2017/18 entschied sich Goretzka wie so viele Hochbegabte, sich Rekordmeister Bayern München anzuschließen. Ein riskanter Karriereschritt, der nicht wenige zuvor einige der besten Fußballer-Jahre gekostet hatte. Entsprechend belächelt wurde der gebürtige Bochumer.

Heute blickt der 24-Jährige auf ein mehr als erfolgreiches Bundesliga-Jahr zurück, in dem er bei Gesundheit nicht einmal über 90 Minuten auf der Bank sitzen musste, mit dem FCB das Double gewinnen und sich als Nationalspieler Deutschlands etablieren konnte.

 

Rechtes/Linkes Mittelfeld: Lazarro & Kostic

Auf den äußeren Mittelfeldpositionen machten indes auch Spieler vermeintlich kleinerer Vereine auf sich aufmerksam. An der rechten Seitenlinie vervielfachte insbesondere Valentino Lazaro von Hertha BSC seinen Marktwert mit bärenstarken Auftritten. Der erst 23-jährige Österreicher musste für die „alte Dame“ zwar nicht selten auch als Rechtsverteidiger auflaufen, brachte es aber trotzdem auf beeindruckende sieben Vorlagen. Damit festigte der gebürtige Grazer nicht nur seinen Status als Nationalmannschafts-Kandidat, er avancierte zugleich zum Leistungsträger und – wenn nötig – Wortführer bei der Hertha.

Die linke Seite schrieb ihre eigene Feel-Good-Story – und die heißt Filip Kostic. Nach einer Katastrophen-Saison 2017/18 vom Chaos-Absteiger HSV nach Frankfurt ausgeliehen bewies der Serbe in der Sensations-Elf der Eintracht regelmäßig, dass er durchaus weiß, wie man erfolgreich Fußball spielt. Nicht selten fand der Ex-Hamburger mit seinen Pässen die starken Stürmer der SGE und konnte am Ende der Spielzeit starke elf Vorlagen vorweisen. Zur Belohnung wurde der 26-Jährige nun von seinem Leihverein fest verpflichtet.

 

Offensives Mittelfeld: Reus & Havertz

Zu guter Letzt, bevor es auf den Außen und im Sturmzentrum nur noch um Angriff und Toreschießen geht, ist da noch die Position des offensiven Mittelfeldspielers. Und auch starke „Zehner“ hat die Bundesliga in rauen Mengen anzubieten. Insbesondere zwei Namen standen jedoch häufig im Mittelpunkt der Theken-Gespräche.

Der eine war der eines Mannes, dem jahrelang der Ruf der Verletzungsanfälligkeit anhing und die Frage, wie gut er wohl wäre, wenn er mal gesund bliebe. Der Betroffene, Nationalspieler Marco Reus, ließ diesbezüglich in seiner ersten Spielzeit als Kapitän seiner Dortmunder Borussia wenig unbeantwortet. Als moralischer Anführer und mit einer spielerischen Klasse, die zeitweise auch über die deutschen Grenzen hinaus ihresgleichen suchte, entwickelte sich der Favre-Schützling im Alter von 29 Jahren noch einmal weiter. Mit 30 findet er sich zurecht in sämtlichen Diskussionen um den Titel des weltbesten „Zehners“ wieder. Denn auch seine Mannschaft gelangte dank Reus zurück zu alter Stärke und schaffte fast eine Sensation.

Der andere Name war vor Beginn der Saison 2018/19 vielen noch kein echter Begriff. 34 Ligaspiele und 17 Tore reichten aber, um den am letzten Spieltag 19-jährigen Kai Havertz in Deutschland zu einem der größten Shootingstars des Fußballs werden zu lassen. Das Eigengewächs von Bayer 04 hatte großen Anteil an der herausragenden Rückrunde seiner Leverkusener Werkself und spielte sich auf die Wunschzettel einiger ganz großer Klubs sowie in die A-Nationalmannschaft. Mit 90 Millionen Euro Marktwert ist Havertz zudem der teuerste deutsche Teenager der Ligahistorie. Am elften Juni wurde er im Kreise des deutschen Nationalkaders 20 Jahre alt.

 

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