Auch bei einer Weltmeisterschaft spürt man die Auswirkungen der Pandemie. War das Kräftemessen der weltweit besten League of Legends-Spieler ursprünglich als Tour durch verschiedene Städte geplant, wird das Turnier nun ausschließlich in Shanghai ausgetragen. Das Finale steigt im modernen Pudong Soccer Stadium. Ob dann Fans anwesend sein dürfen, ist noch fraglich.

Sicher ist dagegen, dass die LoL-Anhänger in den kommenden Wochen jede Menge Action geboten bekommen. Vom 25. September bis zum 31. Oktober spielen 22 Teams um den Titel und einen Preispool von mindestens 2,5 Millionen US-Dollar. Dabei müssen zehn Teams zunächst in einer Play-in-Phase ran. In zwei Gruppen kämpfen sie um die verbliebenen Slots fürs Main Event, für das die übrigen zwölf Teams bereits gesetzt sind. Ist dieses Feld komplettiert, beginnt die Jagd auf die Play-off-Plätze. Die Play-offs werden ab dem 15. Oktober gespielt.

Favorit aus China – aber nicht Phönix

Eine große Überraschung gab es schon vor WM-Beginn. Vorjahressieger FunPlus Phönix verpasste die Qualifikation in der chinesischen Liga und damit die Mission Titelverteidigung. Der große Favorit des Turniers kommt trotzdem aus dem Gastgeberland. Für Top Esports wird es zwar der erste Auftritt beim wichtigsten LoL-Turnier, doch wer als erster Seed derjenigen Region an den Start geht, die zuletzt zweimal den Weltmeister stellte, wird automatisch hoch gehandelt. Mit Jackeylove, einem Weltmeister von 2018, und Knight, dem aktuell vielleicht stärksten Spieler, hat man auf jeden Fall sehr viel Qualität in den eigenen Reihen. Nun möchte TES eine grandiose Saison (unter anderem zwei Sommertitel) krönen.

Ausgerechnet ein anderes chinesisches Team könnte etwas dagegen haben. JD Gaming verbuchte im Frühjahr noch einen Finalsieg gegen TES für sich, im Sommer setzte es eine knappe Niederlage. Mit Kanavi und Zoom ist man jedenfalls gut aufgestellt.

G2 im zweiten Anlauf?

Schaut man nach Europa, ist besonders G2 Esports der große Wurf zuzutrauen. 2019 unterlagen die Spanier FunPlus Phönix noch im Finale der Weltmeisterschaft. Nachdem man beide LEC-Endspiele in diesem Jahr mit 3:0 gewonnen hat, ist der amtierende MSI Champion und Europas Rekordmeister (vor Fnatic) mit breiter Brust nach Shanghai gereist. Internationale Erfahrung sowie Superstar Caps und weitere Topspieler sprechen für G2. Allerdings hatte man in der Vergangenheit oftmals Probleme mit chinesischen Teams.

Während Rogue und Fnatic genau wie G2 bereits im Main Event stehen, ist mit den MAD Lions das vierte europäische Team bereits in den Play-Ins gefordert. Die Löwen haben mit einigen guten Auftritten in 2020 auf sich aufmerksam gemacht. Schaffen sie es, die richtigen Lehren aus den etwas schwächeren Leistungen gegen Ende des Summer Split zu ziehen, dürfte dem Erreichen des Main Events nichts im Wege stehen. Möglicherweise ist sogar ein Play-off-Platz in Reichweite. In Gruppe A sollte ein guter Auftakt gegen Außenseiter INTZ aus Brasilien drin sein.

Etwas höher könnte anschließend die Hürde Team Liquid sein. Die Nordamerikaner zeigten sich zuletzt deutlich formverbessert, nachdem das Verpassen der Play-offs im Frühling eine herbe Enttäuschung war.

Gespannt auf CIS-Vertreter

In Play-in-Gruppe B lohnt ein Blick auf den Commonwealth of Independent States (CIS)-Vertreter. Zwar mussten sich die Unicorns of Love in der eigenen Region praktisch keiner ernsthaften Konkurrenz erwehren, trotzdem machten die Auftritte neugierig. Die Hoffnung aufs Überstehen der Play-in-Phase scheint durchaus berechtigt. Siege gegen V3 eSports und PSG Talon könnten schon einmal die Weichen dafür stellen.

 

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