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Wenn 2017 von einem Thema beherrscht wurde, dann war es Bitcoin.

Zuvor noch die Domäne einer kleinen Gruppe an Technik-Geeks und "Minern", sind Kryptowährungen mittlerweile von einer ganzen Armee an Amateurinvestoren angenommen worden, selbst wenn große Banken und Glücksspielseiten noch Vorsicht walten lassen.

Am Ende des Jahres hatte die digitale Währung Bitcoin massiv an Wert gewonnen, als alle auf die Suche nach der nächsten neuen Coin gingen, in die sie investieren könnten.

Doch wird dies am Ende zu einer größeren Akzeptanz in Online Casinos führen?

Bitcoin befindet sich bereits seit einigen Jahren auf dem Radar von Online-Spielern und wird dabei von Glücksspielseiten akzeptiert, die für unregulierte Märkte mit meist anonymen Methoden wie Kryptos sorgen.

Schließlich ist es kostenlos, Transaktionen durchzuführen - auch wenn einige Online Exchanges jetzt eine kleine Gebühr verlangen - und derzeit besteht noch immer ein finanzieller Vorteil durch das Investment in kleine Mengen von Digitalwährungen.

Doch könnten landbasierte Casinos ebenfalls von Papiergeld und Kartenzahlungen abrücken?

Einige Casinos in Vegas experimentieren bereits damit, Bitcoin-Zahlungen für Dinge wie Essen und Zimmer zu akzeptieren, was sogar noch leichter abläuft, wenn der Zahlende eine praktische Mobile App nutzt.

Was verhindert also, dass Jackpots früher oder später in digitalen Münzen ausgezahlt werden?

1.  Welche Coins sollten Casinos schließlich akzeptieren?

Momentan kämpfen digitale Währungen um die Vorherrschaft wie Apple und Windows oder VHS und Betamax. Welcher wird am Ende gewinnen und welche werden vielleicht gar in die Bedeutungslosigkeit abstürzen?

Geht ein Casino den ganzen Weg und akzeptiert alle Kryptowährungen, oder nur die größten im Hinblick auf ihre Liquidität?

Falls Bitcoin als gültige digitale Währung akzeptiert, jedoch von Litecoin oder Ethereum überholt werden sollte, müssten Casinos ihre Zahlungsmethoden im wöchentlichen Rahmen ändern.

Beispielsweise wird Ethereum bereits jetzt als die "schlauere Wahl" für Kryptowährungs-Nutzer in der Zukunft bezeichnet, da sie auf schnellere Transaktionen und intelligente Verträge verweisen kann.

2.  Das Umrechnungsproblem

Bitcoin wurde als ein Rivale der zentralisierten Währungen eingeführt, wird jedoch in der realen Welt letztendlich immer wieder zurück in USD, EUR oder GBP gerechnet, um es an die Banken der Händler zu transferieren.

Wie werden die Casinos vor Ort in Vegas diese Nicht-USD-Zahlungen behandeln, vor allem, da der Bitcoin-Wert so volatil ist?

Einige Casinos in Vegas akzeptieren bereits Bitcoin, um für Essen und Unterkunft zu bezahlen, doch die Coins werden vor der Nutzung erst in USD umgerechnet, sodass letztlich keine Bitcoin transferiert werden.

Wie werden die Hersteller von Spielautomaten damit zurechtkommen, ihre Maschinen auf diese neue Art der Währung einzustellen?

3.  Geldwäsche und Betrug

Regierungen im Vereinigten Königreich und durch die EU verteilt sind bereits jetzt besorgt, dass Bitcoin für Geldwäsche genutzt werden könnte.

Falls Staaten sich dazu entscheiden sollten, Digitalwährungen zu regulieren und damit Nutzer dazu zwingen, ihre Identitäten offenzulegen, würde es die derzeit von Bitcoin-Nutzern genossene Anonymität ruinieren.

US-amerikanische Staatsbehörden sind ebenfalls auf der Suche nach Wegen, verdächtige Transaktionen zu verhindern. Noch immer tauschen Fälle von Geldwäsche in den USA auf, wenn Millionen von Spielern in den Casinos von Las Vegas ein- und ausgehen.

Sollten vollkommen anonyme Zahlungen akzeptiert werden, könnte dies das Argument stärken, dass Bitcoin von kriminellen Organisationen ausgenutzt werden kann.

4.  Serversicherheit

Als dezentralisiertes Zahlungssystem sind Bitcoin und seine Altcoin-Rivalen nicht genauso gegen Betrug geschützt, wie es etwa beispielsweise ein deutsches Bankkonto wäre.

Selbst in regulierten Online-Glücksspiel-Gebieten der USA, zum Beispiel in New Jersey, haben einige Zahlungsanbieter wie VISA und Mastercard Bedenken ob der Bestätigung von völlig legalen Zahlungen.

Bis jetzt akzeptiert nur eine Handvoll an Poker- und Casino-Websites Bitcoin oder Altcoin-Rivalen wie Litecoin. Es gibt zudem nur eine geringe Regulierung für Anbieter und noch weniger Sicherheit, falls Ihre Kryptowährung Opfer eines Hackerangriffs würde oder anderweitig verschwindet.

Bitcoin ist ein Albtraum im Hinblick auf die Sicherheit für Casinos, die ihre Tresore schützen möchten. Eine Lösung ist es, alternative Coins wie Monero anzubieten, wobei es sich um einen wachsenden Bitcoin-Rivalen handelt, der Privatsphäre bei jeder einzelnen durchgeführten Transaktion groß schreibt.

Doch dabei handelt es sich nicht um einen Teil vom Konzept Bitcoins.

5.  Die harte Währung ist noch immer König

Große Spielzentren wie Las Vegas locken zunehmend jüngere Spiele aus der "Millennial"-Kategorie an.

Im Laufe der Zeit werden diese Spieler komplett ohne hartes Geld nach Sin City kommen und alles per Bitcoin und Digitalwährung bezahlen wollen.

Viele Spekulanten prophezeien eine Zukunft, in der Kryptowährungen die akzeptierte Norm sein werden.

Doch aktuell sind die größten Banken, Nevada und andere Spielehauptstädte ausschließlich an kalten, harten Dollars interessiert.

Spielen Sie den Markt, aber behalten Sie Ihr Bargeld

Vegas bewegt sich in Richtung Bitcoin-Zahlungen für einige Dienste wie Hotels und Essen.

Der Grund dafür, dass Glücksspiel- und Casinoaktivitäten bisher noch davon ausgenommen sind, liegt hauptsächlich an Bedenken der Regulierungsbehörden aus Nevada.

Bis die Angst also nachlässt, werden Bitcoin und Altcoins im Dropdown-Menü für Einzahlungen bei Online Casinos verbleiben müssen