twas überraschend haben die Orlando Magic Paolo Banchero an erster Stelle des NBA Drafts 2022 gewählt. Der erwartete Top Pick, Jabari Smith, landete an Position drei bei den Houston Rockets. Noch davor entschieden sich die Oklahoma City Thunder für Chet Holmgren. Das allein sagt aber noch gar nichts darüber aus, wie sich die Karrieren der vielversprechenden Talente entwickeln. Vielleicht läuft ihnen sogar einer der späteren Picks den Rang ab? Nicht ausgeschlossen, wenn man bedenkt, wer zum Beispiel schon einem Dirk Nowitzki, Dwayne Wade oder Giannis Antetokounmpo vorgezogen wurde. Ganz zu schweigen von einem gewissen Michael Jordan.

Erwartungen nicht erfüllt: Das sind die größten Draft-Busts der NBA

5. Kwame Brown (Washington Wizards): Nr. 1 in 2001

Die Washington Wizards sahen in dem 2,11-Mann wohl vor allem dessen Potenzial. Das konnte der athletische Center aber nie wirklich abrufen, in seiner Karriere legte Kwame Brown im Schnitt 6,6 Punkte pro Spiel auf. Nach ihm war unter anderem Pau Gasol zu haben. Doch nicht nur die Wizards, die Brown zum Nummer-1-Pick in 2001 machten, mussten für ihre fragwürdige Entscheidung Häme einstecken. Der Spieler selbst lehnte nach drei enttäuschenden Saisons ein 30-Millionen-Dollar-Angebot in der Free Agency ab – warum auch immer. Immerhin: Zwölf Jahre lang hielt sich Brown in der stärksten Basketball-Liga der Welt.

4. Michael Olowokandi (Los Angeles Clippers): Nr. 1 in 1998

Gescheitertes Projekt, Teil 2: Auch die Los Angeles Clippers wollten das schlummernde Potenzial in einem Big Man wecken. Vergeblich, nicht zuletzt deshalb, weil Michael Olowokandi seine gesamte Karriere über mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Mit Basketball begann der 2,15-Hühne erst im Alter von 18 Jahren. Der „Kandi Man“ brachte in seinen zehn Saisons wenig süße 8,3 Punkte und 6,8 Rebounds pro Spiel zustande. Sauer aufstoßen dürfte seine Wahl als Top Pick umso mehr, weil nach ihm noch Vince Carter, Dirk Nowitzki und Paul Pierce zu haben waren.

3. Darko Milicic (Detroit Pistons): Nr. 2 in 2003

Carmelo Anthony? Nein danke. Dwayne Wade? Lieber nicht. Chris Bosh? Auf keinen Fall. Statt dieser drei All-Stars entschieden sich die Detroit Pistons an zweiter Stelle im Draft 2003 für Darko Milicic. Der Serbe kam in seiner Karriere auf durchschnittlich 6,0 Punkte und 4,2 Rebounds pro Spiel. Die Pistons waren zu der Zeit ein sehr starkes Team, die gute Draft-Position verdankten sie einem Trade. Direkt in seiner Rookie-Saison holte Milicic den Titel in der NBA. Er selbst durfte dazu nur 1,8 Minuten im Schnitt pro Playoff-Spiel beitragen. Bis heute ist er mit 18 Jahren und 356 Tagen der jüngste Spieler, der in einem NBA-Finale auf dem Parkett stand.

2. Anthony Bennett (Cleveland Cavaliers): Nr. 1 in 2013

Anthony Bennett war der erste kanadische Top Pick in der Geschichte des NBA Drafts. In seinen vier Jahren in der Liga kam er auf lediglich 151 Spiele. Nach 19 Partien für die Brooklyn Nets verschlug es ihn zu Fenerbahce in die Türkei. Sein enttäuschender Arbeitsnachweis in der NBA: 4,4 Punkte und 3,1 Rebounds pro Spiel. Nach ihm wurden übrigens Victor Oladipo und Otto Porter an Positionen zwei und drei gezogen. Als Gewinner des Drafts darf sich aber völlig zu Recht Milwaukee fühlen. Die Bucks wählten Giannis Antetokounmpo an 15. Stelle.

1. Sam Bowie (Portland Trail Blazers): Nr. 2 in 1984

Dieser Stachel sitzt in Portland wohl noch immer tief. Die Trail Blazers hätten Michael Jordan haben können, entschieden sich aber für Sam Bowie. Der Center lief 139-mal für die Franchise auf. Seine Karrierestatistik weist 10,9 Punkte und 7,5 Rebounds pro Spiel aus. Das macht ihn noch nicht einmal zum schlechtesten Spieler dieser Liste. Es ist eher das Gesamtpaket, das die Tragweite der Blazers-Fehlentscheidung offenbart. Neben „His Airness“ hätten Portland nämlich auch noch Charles Barkley oder John Stockton haben können – einige der besten Spieler, die die NBA je hervorgebracht hat. An erster Stelle wurde 1984 Hakeem Olajuwon gezogen. Dass man „The Dream“ nicht nach Oregon lotsen konnte, ist der Franchise dann doch nicht vorzuwerfen. Allerdings passt der verlorene Münzwurf um den Top Pick irgendwie in die Tragik dieser Episode.

 

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