Zu Beginn einer Saison gilt im Mannschaftssport stets: Der amtierende Meister ist das zu schlagende Team. In der NBA waren das in drei der vergangenen vier Spielzeiten die Golden State Warriors aus Oakland. Meist ohne Probleme manövrierten sich Curry, Thompson und Co. die letzten Jahre durch die „Reguläre Saison“, qualifizierten sich teils rekordverdächtig problemlos für die Playoffs der stärksten Basketballliga der Welt. Am Ende stand vier Jahre lang immer der Finaleinzug.

Das Erreichen der NBA Finals bedeutete gleichzeitig jedes Mal den Beweis dafür, dass das kalifornische Team nach wie vor das beste Team der Western Conference stellte. Diesen Beweis haben die „Dubs“ nun zum fünften Mal hintereinander erbracht. Nur der Weg dorthin war ein wenig anders als sonst. Denn Golden State hatte während der Saison längst nicht nur starke Phasen, war zeitweise verletzungsgeplagt. Letztendlich erkämpften die Warriors zwar im Westen die meisten Siege aller Mannschaften, und doch war die Bilanz mit 25 Niederlagen aus 82 Partien schlechter als in den Vorjahren.

 

Siegen ohne Souveränität

Auch in den Playoffs zeigten sich die Titelverteidiger nun lange nicht souverän. Schon in der ersten Runde erlitt der Meister zwei Niederlagen gegen die LA Clippers, denen die wenigsten Experten überhaupt eine Chance eingeräumt hatten. Die zweite Serie bedeutete dann ein Aufeinandertreffen mit den Houston Rockets, einem als ernstzunehmender Rivale eingeschätzten Team. Wieder setzte sich Golden State erst nach sechs von sieben möglichen Matches durch.

Für viele galt der wiederholte Finaleinzug damit schon als gesichert und tatsächlich setzten sich die Warriors gegen bemühte Portland Trailblazers durch. In den Conference Finals entschied der Favorit eine Serie dann erstmals auch scheinbar souverän ohne Niederlage. Und ja, das Team aus Oakland nahe San Francisco gewann jedes der vier Spiele gegen die „Blazers“, doch lag Golden State über alle Duelle in Summe gesehen länger zurück als es führte.

 

Warriors wieder Final-Favorit

Nun steht der amtierende Champ also wieder in den „NBA Finals“ und ist nun tatsächlich endgültig das zu schlagende Team für jene Mannschaft, die sich in den Finals der Eastern Conference durchsetzt. Dieser Ost-Sieger kommt entweder aus Milwaukee oder Toronto. Egal, denn sowohl die Bucks als auch die Raptors würden die Endspiele als Außenseiter antreten.

Im Kader der Golden State Warriors stehen drei Allstars. Kevin Durant, der womöglich beste Spieler der „Dubs“, fiel in der Portland-Serie verletzt aus, könnte aber gegen den „Eastern Conference Champion“ sein Comeback feiern. Weil Durant von einem Spieler allein meist nicht zu stoppen ist, würde das für die Ost-Teams vieles erschweren. Die müssten sich dann neben Scharfschützen und All-Star-Kollegen Klay Thompson und Steph Curry sowie Allrounder Draymond Green auch noch auf den aktuell vielleicht besten Offensivspieler der Welt einstellen. Weder einfach gesagt noch getan.

 

Noch nichts entschieden

Doch teilen sich Bucks und Raptors eine Eigenschaft, die den bisherigen Gegnern der Warriors nicht zu eigen ist: die defensive Stärke. In Toronto entlastet nämlich Superstar Kawhi Leonard als zweimaliger Verteidiger des Jahres seine Teamkollegen defensiv, indem er gegnerische Stars unter Kontrolle hält. Dabei bekommt der Forward in dieser Spielzeit auch zuverlässig Hilfe vom aufstrebenden Pascal Siakam, der ebenfalls im Eins-gegen-Eins hochkarätige Angreifer zu schwächen weiß.

Vielleicht noch besser sind die Milwaukee Bucks defensiv aufgestellt. Angeführt von MVP-Kandidat Giannis Antetokounmpo und unter Anleitung von Coach Mike Budenholzer haben die sich als Team in der Regular Season nicht nur die ligaweit beste Siegesbilanz gesichert. Auch die Verteidigung, gemessen in „Team Defensive Efficiency“, ist in der NBA unübertroffen.

Meister Golden State darf sich vier Siege von der siebten Championship entfernt also noch nicht zu sicher sein. Schon jetzt sicher scheint, dass ein weiterer Sweep – ein Seriengewinn ohne Niederlage – wohl nicht noch einmal vorkommt.

 

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