Der Februar war ein guter Monat für Alba Berlin: Pokalsieg gegen Oldenburg, zwei Siege in der Bundesliga und zwei in der EuroLeague – und nur eine äußerst knappe 97:103-Niederlage gegen Real Madrid. Die Hoffnungen der Hauptstadt, doch noch die Playoffs in der EuroLeague zu erreichen, befördert aktuell vor allem ein Bankspieler: Rookie-Guard Martin Hermannsson nutzt seine Spielzeit momentan äußerst effektiv. Schon im Pokalfinale mit 20 Punkten Top-Scorer, legte er beim 83:81-Erfolg bei Zenit St. Petersburg noch einen drauf. Mit 24 Punkten, davon acht in den letzten dreieinhalb Minuten, war der Isländer erneut Matchwinner. Zudem verteilte der 25-Jährige sieben Assists und griff vier Rebounds. Zwei Siege trennen Alba nun nur noch vom letzten Playoffplatz.

Istanbul im Flow

Gegen Spitzenreiter Anadolu Efes Istanbul am Donnerstag um 20 Uhr wird die Aufgabe jedoch ungleich schwerer als gegen den Tabellennachbarn aus St. Petersburg. Auch ohne ihren verletzten US-Superstar Shane Larkin, der kürzlich die türkische Staatsbürgerschaft erhielt, dominieren die Türken die EuroLeague. Istanbuls Kader blieb nach der letzten Saison weitestgehend zusammen. Und das zahlt sich aus: Angeführt von einem überragenden Larkin (21,9 Punkte pro Spiel) spielt das Team als Einheit. Selbst wenn der Guard und weitere Spieler wie Bryant Dunston verletzt fehlenist kaum ein Leistungsabfall zu erkennen. „Wir haben eine große Lockerheit im Team und sind im Flow. Wir kennen uns, die Teamchemie stimmt und jeder weiß, wo der andere auf dem Platz steht“, sagt der deutsche Nationalspieler Tibor Pleiß, Center bei Anadolu Efes. „Wenn ein Leistungsträger einen schlechten Tag hat, springen andere ein. Das zeichnet uns aus.“

München am Ende

Anders die Situation in München: In der Bundesliga hui, in der EuroLeague pfui – das hat die Saison des FC Bayern bislang perfekt zusammengefasst. Das Gerüst wankt nach der überraschenden zweiten Saisonniederlage gegen die BG Göttingen jedoch nun auch in der BBL. In der EuroLeague verlor man zehn der letzten elf Spiele, was München ans Tabellenende rauschen ließ. Zuletzt setzte es eine deutliche 63:88-Pleite bei Anadolu Efes Istanbul. Was dort gut gelingt, scheint in München das Problem zu sein: die Teamchemie. Auch der kurze Aufschwung nach dem Trainerwechsel von Dejan Radonjic zu Oliver Kostic verpuffte schnell. Spieler und Verantwortliche loben zwar einstimmig Kostics gute Kommunikation, eine erkennbare Verbesserung des Bayern-Spiels ist bislang aber nicht zu beobachten – und schon gar nicht an den Ergebnissen abzulesen. Jetzt geht es am Donnerstag um 18 Uhr in der Partie bei Zenit St. Petersburg um die rote Laterne. Wie man dort gewinnt, hat Alba Berlin ja gezeigt. 

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