Der bisher souveräne Auftritt im Turnier um die Meisterschaft lässt nun erstmals sogar das Ende der Herrschaft der Western Conference möglich erscheinen – auch und vor allem wegen dem griechischen Superstar Giannis Antetokounmpo.

82 Spiele absolviert jede Mannschaft im Laufe der sogenannten „Regular Season“ der National Basketball Association. 60 davon gewannen die Milwaukee Bucks, eines der kleineren Teams der Liga aus dem US-Bundesstaat Wisconsin. Ihre Erfolgsquote von 73,2% siegreicher Partien bedeutete in der in Eastern und Western Conference unterteilten Liga das insgesamt beste Ergebnis. 
Und doch wollte zu Beginn der NBA-Playoffs außer eingeschworenen Bucks-Fans niemand so recht an die Chance des neuen Titel-Anwärters glauben, den ganz großen Coup zu landen. Zu sehr wurde der „Emporkömmling“ belächelt, so stark schien die Ost-Konkurrenz aus Philadelphia 76ers, Toronto Raptors und Boston Celtics zu sein. 

In einem Jahr zur Top-Mannschaft gereift

Gerade die in der Eastern Conference viertplatzierten „Kelten“ hatten Milwaukee vor einem Jahr noch in sieben Spielen aus dem Meisterschaftsturnier geworfen. Als nun in der zweiten Playoff-Runde die Revanche anstand und Boston auch noch Spiel 1 recht deutlich für sich entschied, prognostizierten viele ein erneutes Ausscheiden der Bucks.
Doch der Erstplatzierte der regulären Saison bewies in den darauffolgenden Begegnungen eindrucksvoll, was ein neuer Coach in Mike Budeholzer, gestandene Spieler wie Center Brook Lopez und Guard George Hill und vor allem ein Jahr Erfahrung alles bewirken können. 

Giannis Antetokounmpo – Vom „Greek Freak“ zum Basketball-Gott

Seine Lehren aus der Vergangenheit hatte offensichtlich vor allem auch Milwaukees griechischer Superstar gezogen. Zwar war Giannis Antetokounmpo auch in der verlorenen Serie 2018 schon Star seiner Truppe gewesen, doch tauchte der 2,11-Meter-Mann damals zeitweise ab, erzielte in den sieben Partien gleich zweimal weniger als 20 Punkte. 
Im diesjährigen Duell zeigte „The Greek Freak“ dann deutlich, dass er bereit ist, mehr Verantwortung auf sich zu nehmen. Nur fünf Aufeinandertreffen brauchten die Bucks am Ende der Best-of-Seven-Serie, um den Ost-Konkurrenten zu schlagen. Antetokounmpo zeigte sich dabei mit durchschnittlich 31 Zählern, 11,7 Rebounds und einer für den Distanzwurf schwachen 24-Jährigen soliden Dreierquote von 33,3% in vielerlei Hinsicht verbessert. 
In einem auch kollektiv überzeugenden Ensemble hatte der griechische Nationalspieler schon während der „Regular Season“ eine wiederholte Leistungsexplosion gezeigt. 27,7 Punkte, 12,5 Rebounds und knapp sechs Vorlagen pro Spiel bedeuteten persönliche Bestwerte in jeder der meistbeachteten  Statistiken. Damit ist „Giannis“ nach seiner sechsten NBA-Saison aktuell Favorit auf die prestigeträchtigste aller individuellen Auszeichnungen: Den „MVP-Award“ für den wertvollsten Spieler der Liga. 

Nächster Halt – Meisterschaft?

Die Milwaukee Bucks und ihr europäischer Superstar sind spätestens jetzt heiße Anwärter auf das NBA-Finale gegen den Sieger der Western Conference, womöglich sogar den Titel. Als erste Mannschaft der Liga haben sie das Ticket für die sogenannten „Eastern-Conference-Finals“ gelöst, in denen das beste Team des  Ostens der Association ermittelt wird. Meistern die Bucks auch diese Hürde, haben sie die Chance, Geschichte zu schreiben. 
Denn seit 2008 konnte keine Mannschaft der Eastern Conference mehr die NBA-Meisterschaft gewinnen, wenn ihr Superstar nicht Legende LeBron James war. Drei der letzten vier Championships gewannen zudem die Golden State Warriors aus Oakland an der Westküste der USA. Die Titelverteidiger taten sich jedoch bislang in den Playoffs schwerer als noch in vergangenen Jahren – genau wie alle anderen Titel-Aspiranten, abgesehen von Milwaukee. 
Was ein Meistertitel für den verhältnismäßig kleinen Klub aus Wisconsin bedeuten würde, kann man sich nur ausmalen. Erst einmal landete die NBA-Franchise den ganz großen Coup – 1971, vor 48 Jahren. Star der Bucks war damals ebenfalls ein 24-Jähriger. Der junge Lew Alcindor führte seinerzeit Milwaukee zur Sensation, konvertierte nur einen Tag später zum Islam und ist heute unter dem Namen Kareem Abdul-Jabbar eine der größten Basketball-Legenden aller Zeiten. 

Das Zeug dazu hat auch Giannis Antetokounmpo. Der junge Grieche würde mit einer NBA-Championship unverzüglich den Basketball-Olymp erklimmen. Dazu fehlen dem „Greek Freek“ Stand heute nur mehr acht Siege. 

 

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