Ähnlich groß wie die Vorfreude der Fans dürfte die Unsicherheit der Teams vor Beginn der Formel-1-Saison 2022 sein. Immerhin erlebt die Königsklasse des Motorsports die vielleicht einschneidendsten Veränderungen ihrer Geschichte. Wer kann davon profitieren, wer wird abgehängt? Entsteht gar eine neue Hierarchie? Das bringt die Saison im Detail.

Neue Autos: Aerodynamik-Regeln für mehr direkte Duelle

Front- und Heckflügel, Räder, Seitenkästen, Unterböden – alles neu. Im Prinzip mussten die Teams völlig neue Autos entwerfen. Die Aerodynamik-Regeln sind nun darauf ausgelegt, die Luftverwirbelungen hinter den Boliden zu verringen. Die Piloten sollen sich in geringerem Abstand folgen können. Davon verspricht man sich mehr Überholmanöver auf der Strecke.

Angetrieben werden die Autos nach wie vor von 1,6-Liter-V6-Turbomotoren, die nun allerdings E10-Kraftstoff schlucken. Der höhere Bioanteil im Tank zahlt auf die Nachhaltigkeit der Rennserie ein.

Während die Neuentwicklungen an sich schon herausfordernd sind, sehen sich die Teams einer weiteren Schwierigkeit gegenüber. Der Kostendeckel für die Saison liegt bei umgerechnet 124,6 Millionen Euro. Es will also genau überlegt sein, in welche Entwicklungen sich Investitionen lohnen.

Neuer Fahrer: Erster Starter aus China

Einen Formel-2-Titel wie viele andere Debütanten kann Guanyu Zhou nicht vorweisen, die zurückliegende Saison schloss er auf Platz 3 ab. Dennoch will er sein Talent fortan in der Formel 1 unter Beweis stellen. Mit der 24 startet Zhou für Alfa Romeo. Er ist nicht nur der erste Chinese in der Formel 1, sondern auch der einzige Debütant in diesem Jahr.

Zwar gibt es auch in anderen Rennställen neue Teamkollegen, doch die sind allesamt alte Bekannte. So fährt Kevin Magnussen für Haas, Alex Albon für Williams, George Russell für Mercedes und Valtteri Bottas für Alfa Romeo.

Neue Strecke: Welcome to Miami

2022 wartet die Formel 1 mit einem Rekord-Rennkalender auf. 23 Grand Prix sind es bis zum großen Finale in Abu Dhabi, so viele wie nie zuvor. Neu dabei ist die Station in Florida am 8. Mai. Die Rennstrecke befindet sich in Miami vor den Toren des Hard Rock Stadium, der Heimspielstätte des NFL-Teams Miami Dolphins. Nach zweijähriger Corona-Pause zurück im Programm sind zudem die Rennen in Australien, Japan, Kanada und Singapur.

Neue Regeln: Ein VAR für die Formel 1

Michael Masi ist nicht länger Renndirektor. Seine Aufgaben teilen sich nun Nils Wittich, Eduardo Freitas und Michael Blash. Ihnen zur Seite steht eine virtuelle Rennleitung abseits der Strecke. Sie ist vergleichbar mit dem Virtual Assistent Referee (VAR) im Fußball und stützt sich auf modernste Technologien, mit denen die korrekte Anwendung der Regularien gewährleistet werden soll.

Zudem können Teams während des Rennens nicht mehr direkt mit der Rennleitung kommunizieren. Das soll eine Beeinflussung verhindern. Allerdings können Teams Fragen nach einem vorgeschriebenen Verfahren an die Rennleitung richten.

Als Lehre aus dem Saisonfinale in Abu Dhabi 2021 gibt es zudem eine Neuerung die Safety-Car-Phase betreffend. Damals ließ Rennleiter Michael Masi lediglich diejenigen überrundeten Piloten zurückrunden, die zwischen dem führenden Lewis Hamilton und dem zweitplatzierten Max Verstappen lagen. Die neue Regel besagt, dass nun alle überrundeten Fahrzeuge den Führenden überholen müssen, sofern es die Situation auf der Strecke zulässt.

Formel-1-Auftakt in Bahrain

Los geht es für die Formel 1 am 20. März 2022 unter Flutlicht in Bahrain. Der Kurs zeichnet sich durch einen hohen Vollgas-Anteil aus. Den wusste bisher vor allem Lewis Hamilton zu nutzen: Mit fünf Erfolgen ist er Rekordsieger in der Wüste von Sakhir. Im vergangenen Jahr verwies er Max Verstappen hier noch auf Platz 2. Kann Hamilton seinen Auftaktsieg wiederholen? Oder startet Verstappen die Mission Titelverteidigung direkt mit einem Erfolg? Nicht um Punkte fahren kann Sebastian Vettel an diesem Wochenende. Der Aston-Martin-Pilot muss aufgrund einer Corona-Infektion passen. Für ihn gibt Nico Hülkenberg sein Comeback.

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